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Politik

Therapien für suchtkranke Menschen sollen trotz Coronakrise weitergehen

Dienstag, 31. März 2020

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU). /picture alliance, Lisa Ducret

Berlin − Trotz massiver Probleme wegen der Coronakrise will die Bundesregierung die the­rapeutische Behandlung suchtkranker Menschen aufrecht erhalten. In den vergange­nen Tagen habe „zumindest vorübergehend ein weitgehendes Aus der stationären Sucht­behandlung gedroht“, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Lud­wig (CSU), heute in Berlin.

In Gesprächen mit Suchthilfeverbänden, Renten- und Kran­ken­ver­siche­rungen sei nun er­reicht worden, dass die Therapien weitergehen sollen. „Es war ein Kraftakt, aber am Ende haben alle gemeinsam eine gute Lösung erreicht“, erklärte Ludwig. Suchtkranke gehörten wegen ihres geschwächten Immunsystems und ihrer Vorerkrankungen oftmals zu einer der Risikogruppen, die durch eine COVID-19-Infektion besonders gefährdet sind.

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Offen sei allerdings noch, in wie weit die Bundesländer auf Reha-Einrichtungen während der Pandemie als Ausweichstandorte für medizinische Akutbehandlungen zugreifen könn­ten. Einige Länder wie zum Beispiel Bayern hätten durch Erlässe mittlerweile klar­gestellt, Einrichtungen der Suchtbehandlung hiervon auszunehmen.

Es sei eine „lebenswichtige Entscheidung, die Behandlung von Suchtkranken trotz Corona fortzusetzen sowie neue Reha-Behandlungen zu ermöglichen“, erklärte Ludwig. „Suchtbe­handlungen darf man nicht von einem Tag auf den anderen unterbrechen.“ Die Fortset­zung sei eine „sehr gute Nachricht“. © afp/aerzteblatt.de

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