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Europäische COVID-19-Datenbank für Rheumapatienten gestartet

Mittwoch, 1. April 2020

/dpa

Kilchberg/Schweiz – Die Europäische Liga gegen Rheuma (EULAR) hat eine Forschungs­datenbank eingerichtet, mit deren Hilfe COVID-19-Erkrankungen bei Kindern und Erwa­chsenen mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen erfasst und überwacht werden sollen.

Die Liga ruft Rheumatologen aus ganz Europa dazu auf, alle ihnen bekannten Fälle von COVID-19 bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen auf der Plattform zu melden. Dies gilt unabhängig vom Schweregrad der Erkrankungen, schließt also auch asymptoma­tische Patienten ein, die durch Vorsorgeuntersuchungen im öffentlichen Gesundheitswe­sen entdeckt wurden.

Das Verstehen weniger schwerer oder sogar leichter Fälle werde dazu beitragen können, das Verständnis für diejenigen, die die schwerste Form der Erkrankung entwickelten, zu verbessern, erklärt die EULAR in einer Mitteilung.

„Es besteht ein dringender Bedarf, die Ergebnisse von Patienten zu verstehen, die an COVID-19 erkrankt sind und gleichzeitig Steroide, synthetische oder biologische krank­heitsmodifizierende Antirheumatika und nichtsteroidale Entzündungshemmer erhalten“, erläutert Pedro Machado, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für Epidemiologie und Forschung im Gesundheitswesen der EULAR.

Dieses Wissen werde Rheumatologen und andere Kliniker, wie zum Beispiel Fachkran­kenschwestern, bei der Beratung ihrer Patienten unterstützen und deren Betreuung ver­bessern.

Die EULAR werde den rheumatologischen Fachgesellschaften und Verbänden regelmäßig aktualisierte Informationen über gemeldete Fälle zur Verfügung stellen. Darunter sollen un­ter anderem Daten zu der Anzahl gemeldeter Fälle pro Land und Anzahl der behandel­ten Fälle sein.

Mithilfe dieser Daten werde die gesamte rheumatologische Gemeinschaft bezüglich COVID-19 bei Patienten mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen auf dem neuesten Stand gehalten, so die Liga. © nec/aerzteblatt.de

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