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Ärzteschaft

Leitlinie zu Gedächtnisstörungen bei neurologischen Erkrankungen aktualisiert

Donnerstag, 2. April 2020

/1STunningART, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Gesellschaft für Neuro­psychologie (GNP) haben ihre S2e-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstö­rungen bei neurologischen Erkrankungen“ vollständig überarbeitet.

In der Leitlinie geht es um Störungen von Lernen und Gedächtnis nach erworbener Hirn­schädigung bei erwachsenen Patienten. Sie richtet sich an alle Berufsgruppen, die in der stationären, teilstationären und ambulanten neurologischen Rehabilitation arbeiten.

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Bei relevanten Gedächtnisstörungen im Alltag sollte eine orientierende Untersuchung der kognitiven Leistungsfähigkeit mit reliablen und validen psychometrischen Verfahren er­folgen. Die Untersuchung der Gedächtnisleistung sollte in eine ausführlichere neuro­psy­chologische Untersuchung eingebunden sein.

Untersucht werden sollen dabei die Orientierung, verbale und figurale Merkspannen so­wie das Arbeitsgedächtnis, ein Lernparadigma mit verzögertem Abruf sowie die unmittel­bare und verzögerte Wiedergabe komplexer verbaler und figuraler Informationen.

„Bei neurologischen Erkrankungen mit Läsionen im Bereich gedächtnisrelevanter Hirn­strukturen sollte eine neuropsychologische Untersuchung auch dann erfolgen, wenn die Patienten selbst keine kognitiven Defizite beklagen“, empfehlen die Leitlinien-Autoren um Angelika Thöne-Otto.

Die Therapieziele und die Methodenauswahl richten sich laut den Autoren nach der Schwere der Gedächtnisstörung. Patienten mit leichten bis mittelschweren Gedächtnis­störungen sollten ein spezifisches funktions- oder strategieorientiertes kognitives Trai­ning erhalten.

Diagnostik und Therapieverfahren nutzen laut der Leitlinie zunehmend Computer­pro­gramme zur virtuellen Realität. Großes Potenzial sehen die Autoren dabei für die Unter­suchung und das Training visuell-räumlicher Gedächtnisstörungen, allerdings reichten die Daten zum klinischen Einsatz für eine Empfehlung aktuell nicht aus, so die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #819847
Chris1991
am Samstag, 4. April 2020, 13:49

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