NewsÄrzteschaftNeue S3-Leitlinie zur Versorgung von Mukoviszidose-Patien­ten in den ersten Lebensjahren
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Neue S3-Leitlinie zur Versorgung von Mukoviszidose-Patien­ten in den ersten Lebensjahren

Donnerstag, 2. April 2020

/dpa

Bonn – Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Mukoviszidose-Patienten in den ersten beiden Lebensjahren verbessern. Sie bietet umfassende Empfehlungen für die Frühtherapie der Mukoviszidose und berücksichtigt dabei die Lungenerkrankung, aber auch die Krankheitsausprägung des Magen-Darm-Traktes. Ernährung und Physiotherapie spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Hintergrund ist, dass seit Einführung des Neugeborenen-Screenings auf Mukoviszidose im Jahr 2016 betroffene Kinder deutlich früher diagnostiziert werden. „Die in den ersten beiden Lebensjahren zum Teil noch asymptomatischen Mukoviszidose-Patienten stellen die Behandler vor die Probleme einer symptomorientierten oder im Hinblick auf die Krankheitsentwicklung vorbeugenden/präventiven Diagnostik und Therapie“, schreiben die Autoren.

Anzeige

Die neue Leitlinie ist unter der Federführung von Gesellschaft für Pädiatrische Pneumolo­gie (GPP) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) entstan­den. 35 Experten aus verschiedenen Berufsgruppen und Patienten­vertreter sowie 18 Fachgesellschaften und Berufsverbänden haben an der Entstehung der neuen Leitlinie mitgewirkt.

In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilba­ren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. Etwa 150 bis 200 Kinder werden damit jedes Jahr geboren.

Die Autoren gehen zu Beginn der Leitlinie detailliert auf die Diagnosestellung und die Diagnoseübermittlung ein: „Die Diagnose-Übermittlung muss in ihrer Gesamtheit mit allen diagnostischen und therapeutischen Folgen in mehreren Gesprächen erfolgen“, heißt es darin.

Dabei müsse berücksichtigt werden, dass bei der Diagnose-Eröffnung die Aufnahmefähig­keit für medizinische Details aufgrund der emotionalen Reaktion zunächst begrenzt sei. Medizinische Fakten würden im zweiten oder dritten Gespräch meist besser aufge­nommen, so ihre Empfehlung. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER