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Politik

Heil für Überprüfung des Gesundheitssystems nach Ende der Coronakrise

Freitag, 3. April 2020

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales (SPD). /picture alliance, AP Images

Düsseldorf − Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat für die Zeit nach der Corona­krise eine Überprüfung des deutschen Gesundheitssystems gefordert. „Wir müssen ein­fach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann“, sagte Heil der Rheinischen Post von heute.

Über die Trägerstruktur von Krankenhäusern müsse in den Kommunen entschieden wer­den. Grundsätzlich gelte es aber, dass es eine staatliche Gewähr­leistungsverantwortung gebe. Heil verlangte, der öffentliche Bereich müsse gestärkt werden.

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„Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden.“ Es müsse darüber gesprochen wer­den, „ob wir nicht dauer­haft mehr für Gesundheit und Pflege ausgeben müssen.“ Die Ge­sellschaft müsse auch begreifen, dass Pfleger und auch Verkäuferinnen − die „jetzigen Helden des Alltags“ − besser bezahlt werden müssten.

Für die Hochphase der Coronakrise lehnte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Heil eine Diskussion über den Vorstoß von Parteichefin Saskia Esken zu einer Vermögensabgabe für Reiche ab. „Jetzt geht es erst mal darum, die Schutzpakete umzusetzen, die wir gerade erst beschlossen haben.“

Über den Lastenausgleich werde nach der Krise zu reden sein. Auch hier sei Solidarität gefragt. Denn es werde hohe wirtschaftliche Verluste geben, Unternehmen würden Ge­winn- und Umsatzeinbrüche, Beschäftigte Lohneinbußen und der Staat weniger Ressour­cen haben, warnte Heil. © afp/aerzteblatt.de

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