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Politik

Zweites Staatsexamen für Medizinstudierende findet in neun Ländern statt

Montag, 6. April 2020

/arrowsmith2, stockadobecom

Berlin – Das zweite Staatsexamen für Medizinstudierende (M2) soll in neun Bundeslän­dern trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie planmäßig Mitte April statt­fin­den. Darauf hat heute die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hingewiesen.

Drei Länder haben laut bvmd flexible Wahlmöglichkeiten eingeführt und mit Ba­den-Würt­tem­berg und Bayern haben sich lediglich zwei Bundesländer für die Verschiebung des Exa­mens an das Ende des vorzeitigen Praktischen Jahres (PJ) entschieden.

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Die bvmd befürworte die Entscheidung von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin für flexi­b­le Lösungen für die Studierenden ausdrücklich, hieß es heute. Man kritisiere jedoch den nun entstehenden Flickenteppich an uneinheitlichen Lösungen scharf.

Brandenburgs Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte gestern ent­schie­den, dass der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2) am 15. bis 17. April 2020 abgehal­ten wird, teilte ihr Ministerium gestern mit.

Voraussetzung sei aber, dass eine ord­nungsgemäße Durchführung der Prüfungen unter Einhaltung der aktuellen Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen des Infektionsschutzes gewährleistet sei. Im Land Brandenburg betreffe die Entscheidung den ersten Studien­jahr­gang der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB).

Die Medizinstudierenden hätten sich monatelang auf diese schriftliche M2-Prüfung vor­be­­reitet und sollten sie jetzt in Brandenburg ohne Verzögerung absolvieren können, be­gründete Nonnemacher ihre Entscheidung. „In dieser Krise brauchen wir im Gesundheits­wesen alle verfügbaren Kräfte“, fügte sie hinzu. Es meldeten sich im Land Brandenburg viele Medizinstudierende, die in dieser schwierigen Zeit helfen wollten.

Aus Hessen hieß es, geplant sei unter anderem, dass mehrere wichtige Prüfungen für an­gehende Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapie stattfinden, wie das Gesundheitsmi­nis­te­rium in Wiesbaden erklärte.

Der „mündlich-praktische Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung“ dagegen sei verschoben, einen Nachholtermin gebe es noch nicht. „Sollte das nicht bis zum Beginn des nächsten Semesters gelingen, werden die Studierenden zunächst unter Vorbehalt zum klinischen Teil zugelassen, damit sie keinen zeitlichen Nachteil erfahren.“

Hessen kommt Studierenden in Gesundheitsberufen zudem entgegen, die wegen der Coronakrise derzeit ihre Prüfungen nicht wie geplant absolvieren können. Das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) teilte auf seiner Internetseite mit, dass das Fehlen bei einer der staatlichen Prü­fun­gen „aus Gründen der COVID-19-Pandemie aus psychischen und physischen Gründen“ als „nicht un­ter­nommen“ gewertet werde.

Dies gelte für akademische Gesundheitsberufe und Prüfungstermine im Frühjahr 2020. Der Rücktritt erfolge durch eine formlose schriftliche Erklärung, die vor der Prüfung abgege­ben werden muss. „Ein Attest ist nicht erforderlich.“

Die Prüfungstermine sind bundesweit einheitlich festgelegt. Das Bundesgesundheitsmi­nis­te­rium hatte nach Angaben des Ministeriums aber angesichts der Corona-Pandemie Ende März eine Verordnung erlassen, nach der die Länder selbst bestimmen können, ob sie das zweite Staatsexamen um ein Jahr auf April 2021 verschieben oder es trotz der COVID-19-Pandemie regulär wie vorgesehen im April 2020 stattfinden lassen. © dpa/may/aerzteblatt.de

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