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Neue Forschungseinheiten zu kindlichen Sarkomen in Heidelberg

Donnerstag, 9. April 2020

/stock.adobe.com

Heidelberg – Am Hopp-Kindertumorzentrum in Heidelberg (KiTZ) hat eine Forschungs­einheit zu kindlichen Sarkomen seine Arbeit aufgenommen. Die Einheit mit dem Namen „Translationale Pädiatrische Sarkomforschung“ ist gleichzeitig eine neue Abteilung am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Sie wird von der „Barbara und Wilfried Mohr Stiftung“ mit einer Anschubfinanzierung von 1,5 Millionen Euro gefördert.

Sarkome sind die dritthäufigste Krebsart im Kindes- und Jugendalter. Die Heilungsraten bleiben deutlich hinter anderen Krebsarten zurück. Laut den Heidelberger Wissenschaft­lern liegt die Sterblichkeitsrate beispielsweise bei Ewing-Sarkomen und Ewing-ähnlichen Sarkomen bei etwa 35 Prozent. Dies zu ändern, ist das Ziel der 15-köpfigen Arbeitsgruppe um Thomas Grünewald, die aus Medizinern, Biologen und Bioinforma­tikern besteht.

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Ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit ist die Entschlüsselung des Zusammenspiels von erworbenen Mutationen und angeborenen natürlichen Varianten des Erbguts – Single Nucleotide Polymorphismus (SNPs) –, die insbesondere im Ewing-Sarkom eine entschei­dende Funktion bei der Krebsentstehung und -entwicklung haben.

Das Team um Grünewald beschäftigte sich bereits an der LMU München intensiv mit der Erforschung und der Entstehung von Metastasen und Arzneimittelresistenzen in bösarti­gen kindlichen Sarkomen.

Die Analysen führten unter anderem zu ersten Erklä­rungs­ansätzen dafür, warum Europäer eine etwa 20-fach erhöhte Erkrankungswahrschein­lichkeit für Ewing-Sarkome im Ver­gleich zu Afrikanern haben, und wie ein solches Zusammenspiel den individuellen Krank­heitsverlauf von Patienten mit Ewing-Sarkomen beeinflussen kann.

„Dank der Unterstützung der Mohr-Stiftung ist es uns möglich, unsere Forschung an einem der besten Standorte für Krebsforschung weltweit nun weiter auszubauen“, sagte Grünewald. © hil/aerzteblatt.de

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