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Ausland

Weltweit fehlen 5,9 Millionen Krankenpflegekräfte

Dienstag, 7. April 2020

/dpa

Genf – Weltweit fehlen nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) 5,9 Millio­nen professionelle Krankenpflegekräfte. Das geht aus einem Bericht der UN-Organisation hervor, der heute in Genf veröffentlicht wurde.

Derzeit arbeiten demnach 27,9 Millionen Menschen in Pflegeberufen, 19,3 Millionen da­von sind auch in diesen Berufen ausgebildet worden. Der Mangel an Pflegekräften ist zwi­schen 2016 und 2018 leicht gesunken. 90 Prozent der Pflegekräfte sind laut dem Be­richt weiblich.

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„Pflegekräfte sind das Rückgrat jedes Gesundheitssystem. Heute finden sich viele davon an vorderster Front im Kampf gegen COVID-19“, sagte WHO-Generalsekretär Tedros Adha­nom Ghebreyesus. Die Lungenkrankheit COVID-19 wird durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst.

Die WHO nimmt in dem Report unter anderem die ungleiche Verteilung von Krankenpfle­ge­kräften in den Blick. Insgesamt seien die Pflegekräfte im Durchschnitt relativ jung. „Es gibt aber Unterschiede zwischen den Regionen, in Amerika und Europa sind die Pflege­kräfte im Schnitt wesentlich älter“, heißt es. In einigen Ländern drohe ein Ungleichge­wicht zwischen jüngeren und älteren Pflegekräften und damit das Risiko einer alternden Berufsgruppe.

Die WHO kritisiert zudem, dass einige Länder im Pflegebereich „blind auf Migration ver­trauen“. Die Organisation fordert daher, dass sich alle Länder um die eigene Ausbildung von genügend Pflegepersonal kümmern und dafür auch mehr Geld in die Hand nehmen sollten.

„Engpässe beim Pflegepersonal kosten Leben“, sagte Howard Catton, Geschäftsführer des Weltbundes für Krankenschwestern und Krankenpfleger, zum WHO-Bericht. „Die Sterbe­raten sind überall da höher, wo es zu wenig Krankenschwestern und Pfleger gibt.“

Die Länder sollten daher auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für diese Berufs­g­ruppe ernster nehmen. „Die Krankenschwestern und Pfleger auf der ganzen Welt brau­chen eine Verbesserung bei der Bezahlung“, erklärte Catton. © dpa/aerzteblatt.de

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