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Nach Trump-Kritik: UN-Chef verteidigt WHO und kündigt Untersuchung an

Donnerstag, 9. April 2020

UN-Generalsekretär António Guterres /dpa

New York − Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump hat UN-Generalsekretär António Guterres die Arbeit der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO in der Coronakrise verteidigt. Zugleich stellte er aber auch eine Untersuchung zu späterer Zeit in Aussicht.

„Es ist meine Überzeugung, dass die WHO unterstützt werden muss, denn sie ist absolut notwendig für die Anstrengungen der Welt, den Kampf gegen COVID-19 zu gewinnen“, sagte Guterres laut Mitteilung gestern in New York.

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Die tausenden Mitarbeiter der WHO, die zuvor unter anderem bereits äußerst erfolgreich gegen Ebola gekämpft hätten, setzten sich nun an vorderster Front gegen die Ausbrei­tung des Virus ein.

Trump hatte der in Genf ansässigen wichtigsten Sonderorganisation der Vereinten Natio­nen im Gesundheitsbereich zuvor mit einem Stopp von Beitragszahlungen gedroht. Die WHO habe es in der Coronavirus-Pandemie „wirklich vermasselt“. Sie sei unter anderem zu sehr auf China ausgerichtet und habe den USA zu Beginn der Krise falsche Empfeh­lungen gegeben.

„Dieses Virus hat es zu unseren Lebzeiten noch nicht gegeben und wir müssen darauf ei­ne noch nie dagewesene Antwort geben“, sagte UN-Chef Guterres. „Natürlich ist es unter solchen Bedingungen möglich, dass dieselben Fakten von verschiedenen Einheiten ver­schieden interpretiert worden sind.“

Eine Untersuchung zu späterer Zeit sei sinnvoll, sagte Guterres weiter. „Wenn wir diese Epi­demie endlich hinter uns haben, muss es eine Zeit geben, ausführlich zurückzu­schau­en, um zu verstehen, wie so eine Krankheit entstehen und sich so schnell verheerend um die Welt verbreiten konnte, und wie alle Beteiligten auf die Krise reagiert haben.“

Jetzt sei allerdings erstmal „Zeit für Einheit, für eine solidarische Zusammenarbeit der in­ternationalen Gemeinschaft, um dieses Virus und seine erschütternden Konsequenzen zu stoppen“. © dpa/aerzteblatt.de

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