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Politik

Söder: Deutsches Gesundheitssystem muss nach Corona reformiert werden

Donnerstag, 9. April 2020

Markus Söder (CSU) /picture alliance, Peter Kneffel

München − Nach den Erfahrungen aus der Coronakrise hält CSU-Chef Markus Söder eine grundlegende Reform des deutschen Gesundheitswesens für unverzichtbar.

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Zwar glaube er, dass das deutsche Gesundheitssystem viel besser vorbereitet war als viele andere in der Welt. „Aber wir müssen nun noch einen deutlichen Zahn zulegen“, sagte der bayerische Ministerpräsident in einem Interview in München.

Deutschland brauche eine Notfallversorgung, wenn es um Medikamente, Material und Produktionskapazitäten im eigenen Land gehe sowie eine bessere Bezahlung im gesamten Medizinsektor, betonte Söder. „Dazu gehört auch eine bessere Krankenhausfinanzierung, um für Notfälle und Intensivmedizin besser ausgestattet zu werden.“

Söder zeigte sich zuversichtlich, dass sogar noch in der laufenden Legislaturperiode eine solch große Gesundheitsreform zu schaffen sei: „Wenn Sie sehen, was in den vergangenen Wochen alles geschafft wurde, lässt sich das sicherlich umsetzen.“

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) denke auch darüber nach. „Er hat meine volle Unterstützung. Wir von der CSU werden das auch begleiten und voranbringen.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #88102
dacron
am Freitag, 10. April 2020, 09:44

Reformierung aber ohne Personal nicht reichend

Die Vorschläge von Herrn Söder lassen einen wesentlichen Punkt aus. Die wichtigsten Säulen Pfleger und Ärzte , die trotz der Krise ungeschützt Tag für Tag sich der Gefahr stellen und Ihren Job machen, müssen auch unterstützt werden. Mehr Personal mehr als deutlich ist es geworden und das ist ja seit Jahren klar wird aber gerne ignoriert , dass es nicht genug Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern sind und unter miserabelsten Bedingungen arbeiten müssen, weil unsere Politik durch das Totsparen es hinbekommen hat, und leider immer an den falschen Ecken gespart wird , Personal!!!
Sie brauchen kein Applaus, keine mikrigen Boni, sondern bessere Arbeitsbedingungen. Es müssen mehr Arbeitsstellen geschaffen werden und Bereitschaftsdienste sollen auch adäquat bezahlt werden. Wenn man sparen will nicht auf Kosten des Personals. Weiterhin muss dieses Pauschalsystem abgeschafft werden , Medizin und Patienten spielen da die kleinste Rolle und sind nicht mehr wichtig geworden leider Hauptsache so viel Fälle wie möglich in kürzester Zeit. Deswegen kein Wunder dass unser Gesundheitssystem nur von Businessleuten bestimmt wird und Mediziner nichts mehr zu sagen haben.
Avatar #667904
meerwind7
am Donnerstag, 9. April 2020, 23:01

Söder lenkt vom Versagen der eigenen Regierung ab

Nachdem Virusmutationen nahelegen, dass der Ursprung italienischener Krankheitsherde bei der Webasto-Mitarbeiterin im Raum München liegt, deren Kontaktpersonen von den bayerischen Behörden offenbar nur teilweise nachvollzogen worden, sollte auch über Konsequenzen bei den bayerischen Verantwortlichen nachgedacht werden. Selbst dieser Ausbruch war nicht in Bayern identifiziert worden, sondern das war nur einer Mitteilung aus Shanghai zu verdanken. Reisen aus China über München und weiter in alle Welt ohne jede Kontrolle waren auch noch möglich, als Italien die Flüge aus China schon eingestellt hatte.
LNS

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