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Ärztekammer Bremen regt differenziertere Berichterstattung über Zahl der Corona-Infektionen an

Donnerstag, 9. April 2020

/picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Bremen – Die Ärztekammer Bremen fordert eine differenzierte Darstellung der Corona-Infektionszahlen in Deutschland. „Dass die Zahl der irgendwann schon einmal Infizierten immer weiter ansteigt, liegt auf der Hand und ist wenig aussagekräftig“, sagte die Präsidentin der Ärztekammer, Heidrun Gitter. Viel relevanter sei die deutlich ansteigende Zahl der schon Genesenen, die von der Gesamtzahl abgezogen werden müsse. „Nur so haben wir eine echte Zahl der COVID-19-Kranken“, so Gitter.

Derzeit komme auf die Gesamtzahl der nachgewiesen Infizierten fast ein Drittel schon Genesener– mit steigender Tendenz. „Ich leite daraus ab, dass die Neuinfektionskurve bei uns flacher verläuft als anderswo. Diese Info ist sehr relevant für die Prognose hinsichtlich der prospektiven Belastung des Gesundheitssystems und auch für Überlegungen zur schrittweisen Aufhebung der jetzigen Einschränkungen. Sie muss daher viel stärker transportiert werden“, sagte die Kammerpräsidentin.

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Die Kammer regt außerdem an, mittels eines sogenannten Poolings von Proben die Zahl der getesteten Personen deutlich zu erhöhen. Bei diesem Vorgehen würden mehrere Proben zusammen getestet, zum Beispiel zehn Stück. Sei das Ergebnis negativ, dann könne man zehn Probanden zugleich als negativ bewerten. „Einzeln muss man dann nur schauen, wenn in der gepoolten Testung ein positives Ergebnis ist“, hieß es aus der Kammer.

„Wenn man die Dunkelziffer der Infektionen kennt, kann man die tatsächliche Gefährdung und Durchseuchung der Bevölkerung viel besser abschätzen, um so zu einer sinnvollen Präventionsstrategie zu kommen“, sagte Gitter. © hil/aerzteblatt.de

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