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Ausland

Unicef warnt vor Folgen der Corona-Pandemie für Kinder weltweit

Montag, 13. April 2020

/dpa

Köln – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, hat davor gewarnt, dass die Corona-Pandemie zu einer „existenziellen Bedrohung“ für die Gesundheitsversorgung, Bildung und den Schutz der ärmsten Kinder der Erde werden könnte.

„Während praktisch überall auf der Welt Regierungen drastische Maßnahmen ergriffen haben, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, treffen Schulschließungen, Aus­gangs- und Kontaktbeschränkungen sowie der Wegfall von Einkommensmöglichkeiten Kinder in Entwicklungsländern und in Krisenregionen besonders hart", teilte Unicef heute in Köln mit.

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Steigende Infektionszahlen in Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, in Afrika, Asien und Lateinamerika überfordern Unicef zufolge die schwachen Gesundheitssysteme in diesen Staaten. Die Krise gefährde zudem eine fragile Grundversorgung der ärmsten Kinder und setze sie großen Risiken aus, wenn Eltern ihre Arbeit als Tagelöhner verlieren, Schulspeisungen ausfallen oder Impfkampagnen gestoppt werden.

„Die Pandemie ist für Millionen Kinder und ihre Familien in fragilen Staaten, armen Ge­meinden und Krisenregionen eine existenzielle Gefahr. Sie haben kaum Möglichkeiten, sich vor Ansteckung zu schützen und oft keinen Zugang zu medizinischer Hilfe“, betonte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider.

Zudem müssten die Betroffenen noch mehr leiden, weil Helfer sich nur eingeschränkt be­wegen und dringend benötigte Hilfsgüter nicht ausgeliefert werden könnten. „Die bei­spiellose globale Gesundheitskrise braucht jetzt schnell ein beispielloses, international koordiniertes Handeln, um eine globale Katastrophe für Kinder abzuwenden.“

Unicef rief Regierungen, Unternehmen und private Spender auf, alles zu tun, um den Schutz und die Hilfe für die verletzlichsten Kinder weltweit sicherzustellen. Das UN-Kinder­hilfswerk arbeite mit Gemeinden, Regierungen und Partnern zusammen, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen und die sozialen und wirtschaftlichen Folgen für Kinder und ihre Familien abzufedern. Hierzu habe Unicef einen weltweiten Aktionsplan gestartet. © kna/aerzteblatt.de

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