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Politik

Grüne werfen Bundesregierung „schädliche“ Gesundheitspolitik vor

Dienstag, 14. April 2020

/blende11.photo, stock.adobe.com

Augsburg − Die Grünen haben der Bundesregierung massive Versäumnisse in der Gesund­heitspolitik vorgeworfen.

„Die gegenwärtige Gesundheitspolitik ist schädlich und erst recht nicht geeignet, aus­rei­chende Vorsorge für eine Pandemie wie die aktuelle zu schaffen“, schreiben die Bundes­tags­abgeordneten Manuela Rottmann und Ekin Deligöz sowie der bayerische Landtags­ab­geordnete Andreas Krahl in einem Positionspapier, aus dem die Augsburger Allgemeine zitiert.

„Die gegenwärtigen Grundprinzipien der Leistungsfinanzierung im deutschen Gesund­heits­­wesen funktionieren nicht“, beklagen die Grünen-Politiker. Durch die Kranken­haus­fallpauschalen werde die hochinvasive Medizin überfinanziert, während man die Grund­versorger verhungern lasse, heißt es in dem Papier.

In der laufenden Legislaturperiode seien weitere Einschnitte in die Flächenversorgung mit Krankenhäusern verabschiedet worden. Zwischen dem Wohnort und der nächsten Grund- und Akutversorgung müsse es eine gesetzlich festgeschriebene Maximalent­fer­nung geben, fordern die Grünen.

Jeder Ver­sicherte müsse sich darauf verlassen können, „dass eine Schlaganfallversorgung für ihn oder sie rechtzeitig erreichbar ist, egal ob er im Ballungsraum wohnt oder auf dem Land.“

Laut Statistischem Bundesamt erreichen knapp 90 Prozent der in städtischen Regionen lebenden Bevölkerung in Deutschland innerhalb von 15 Minuten das nächste Kranken­haus mit einer Basisversorgung. In ländlichen Regionen schaffen dies nur knapp zwei Drittel der Bürger. © afp/aerzteblatt.de

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