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Neuer Modellstudiengang für Medizinstudierende in Sachsen

Dienstag, 14. April 2020

/dpa

Dresden – Die Medizinische Fakultät der Technischen Universität (TU) Dresden richtet 50 zusätzliche Medizinstudienplätze ein. Sie sind am Klinikum Chemnitz angesiedelt und wer­den vom Freistaat Sachsen bis Ende 2023 mit insgesamt 21,5 Millionen Euro geför­dert. Außerdem beteiligt sich der Bund mit 20,5 Millionen Euro an der Finanzierung.

„Mit der Zusage der finanziellen Unterstützung durch das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium steht einem Start des neuen Studiengangs zum kommenden Wintersemester nun nichts mehr im Wege“, erklärte Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU).

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„In den vergangenen Jahren haben wir eine Vielzahl von Daten erhoben und mit inter­na­tionalen Studien verglichen, um die Tragweite des Ärztemangels in ihrer Dimension zu erfassen“, erklärte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.

„Auf Basis dieser Erhebungen haben wir gemeinsam mit den Chemnitzer Kollegen ein Mo­dell entwickelt, das potenzielle Medizinstudierende in der Region anspricht, um sie hier zu halten und ideal auf ihre künftige Tätigkeit in ländlicheren Strukturen vorzuberei­ten.“ Der Modellstudiengang „MEDiC“ soll der drohenden Unterversorgung der ländlichen Region Südwest- und Mittelsachsen entgegenwirken.

„Von dem hohen Praxisanteil im Modellstudiengang profitieren Patienten und Mitarbeiter unmittelbar“, sagte Dirk Balster, Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz. Als Großkran­ken­­haus mit breitem Fächerspektrum und hervorragend ausgebildeten Medizinern mit ei­genen Forschungsschwerpunkten und Lehrbefugnissen sei das Klinikum Chemnitz beson­ders geeignet, ärztliche Fachkräfte auszubilden, betonte er.

Der Modellstudiengang sieht ein studienbegleitendes Mentoringprogramm vor. Die Stu­die­renden werden neben Hörsaal und Klinik auch in einem angeschlossenen Lehrpraxen­netzwerk ausgebildet. „Hier erleben die Studierenden die ländliche Versorgung hautnah und setzen so den Grundstein für eine spätere Tätigkeit in der Region“, so die Initiatoren. © hil/aerzteblatt.de

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