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Coronakrise: Risikobewusstsein steigt, Akzeptanz für Einschränkungen lässt nach

Dienstag, 14. April 2020

/Solarisys, stock.adobe.com

Berlin – COVID-19 ist für Ältere besonders gefährlich. Dieser Satz wurde seit Beginn der Pandemie gebetsmühlenartig auf allen Kanälen wiederholt. Nun zeigt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer wöchentlichen Corona-Monitor-Umfrage, dass die Bot­schaft angekommen ist.

54 Prozent der Über-60-Jährigen rechneten demnach mit „großen“ oder „sehr großen“ Auswirkungen auf ihre Gesundheit, sollten sie sich mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Unter 14- bis 59-Jährigen gaben 33 Prozent eine solche Einschätzung ab. Im Verlauf der vergangenen drei Wochen zeigt sich somit über alle Altersgruppen eine steigende Tendenz.

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Dabei fühlen sich rund drei Viertel der 510 Telefonbefragten „gut“ oder „sehr gut“ über das aktuelle Geschehen informiert. 82 Prozent der Teilnehmenden bezogen ihr Wissen aus Fernsehsendungen, rund 60 Prozent aus dem Internet und je knapp mehr als 30 Pro­zent aus Printmedien und Radio.

Die Gruppe der 14- bis 39-Jährigen bezifferte ihren gefühlten Informationsstand etwas niedriger als die anderen Altersgruppen. Hier schätzten 18 Prozent, sie seien mittel­mäßig informiert. Gleichzeitig gab diese Gruppe häufiger das Internet als Informations­quelle an. Einen Zusammenhang stellten die Autoren des Corona-Monitors nicht her.

Öffentlichkeit meiden auch ohne Ausgangssperren

Die Meinungsforscher des Kantar-Instituts fragten darüber hinaus nach den eigenen Schutzmaßnahmen sowie nach einer Beurteilung verschiedener Einschränkungen durch die Regierung.

Die absolute Mehrheit der Befragten sah weiterhin die Quarantäne, abgesagte Veranstal­tungen und eingeschränkte Reisen als sinnvoll an. Dies zeigte sich auch in ihrem indivi­duellen Schutzverhalten: über 50 Prozent meiden die Öffentlichkeit, mehr als 20 Pro­zent tragen Schutzkleidung (nicht näher spezifiziert) – eine Zunahme im Vergleich zu den Vorwochen.

Die Akzeptanz für geschlossene Schulen und Geschäfte sowie für Ausgangssperren sank hingegen. In dieser Woche befanden 87 Prozent der Befragten die Schulschließungen als angemessen. Für geschlossene Geschäfte hatten noch 72 Prozent Verständnis. Ausgangs­sperren wurden in der Umfrage von fast der Hälfte der Teilnehmenden abgelehnt. © jff/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #760232
penangexpag
am Dienstag, 14. April 2020, 21:50

neues Chaos " Lockerung"

Was soll jetzt dieses neue Chaos ? Hinsichtlich aller Überlegungen zur Lockerung der Kontaktsperre : Grundsätzliche Maßnahmen als da sind : Maskenpflicht und Testungen - müssen 1.bundeseinheitlich gelten und 2. mussen die Voraussetzungen unzweideutig erfüllt sei. Bedeutet : Es muß klar sei, welche Masken es sein müssen und sie müssen für jedermann sofort verfügbar sein. Es muß klar sein, welcher Test gemeint ist, es muß klar sein, daß jeder unverzüglichen Zugriff hat. Ist das alles erfüllt ? In keinster Weise. Folglich sind diese Vorstellungen völlig realitätsfern um nicht zu sagen Unsinn. Nach anfänglich fehlender Entschlußkraft hatte sich die Bundesregierung gerappelt. Doch jetzt droht erneut das Chaos - offensichtlich durch Profilierungsneurosen.
Avatar #32277
Wanner
am Dienstag, 14. April 2020, 19:21

Dr. med.

Gedanken zur Corona-Pandemie

Die derzeitigen Maßnahmen der Bundesregierung in Bezug auf die Corona-Pandemie schüren weiterhin starke Ängste unter der Bevölkerung und beruhen nicht auf gesichertem Faktenwissen.
Die jetzt vorliegenden Studien, Zahlen und Statistiken etwa die des Virologen der Uniklinik Bonn, Herrn Prof. Dr. Streeck in Heinsberg, wie auch die Obduktions-ergebnisse des Gerichtsmediziners Prof. Dr. Klaus Püschel aus Hamburg zeigen, dass die Corona-Infektion bei mehr als 95 % der Bevölkerung harmlos verläuft (oder vermutlich sogar bereits verlaufen ist) und somit keine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.
Keine Studien oder valide Infektionszahlen stammen bezeichnenderweise aus dem Robert -Koch-Institut, welches täglich mit geschätzten Krankheits- und Sterbeziffern von sich Reden macht.
Dem gegenüber ist der Schutz der Risikogruppen - alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen (ca. 4,5 % der Bevölkerung)- durch geeignete Maßnahmen sowohl der Regierung als auch der Risikogruppen selbst immer noch nicht gegeben, Stichwort fehlende Schutzmasken, Eigenschutz durch Quarantäne.
Die von der Regierung getroffenen radikalen Maßnahmen der Ausgangs- und Kontaktverbote für 83 Millionen Menschen und die Lahmlegung nahezu der gesamten Wirtschaft über viele Wochen sind weder durch die Entwicklung der Zahlen, noch durch oben genannte Studien und Erfahrungswerte gerechtfertigt und durch das Infektionsschutzgesetz auch nicht legitimiert!
Der „Shutdown“ verletzt in gravierender Weise das verfassungsrechtliche Prinzip der Verhältnismäßigkeit und die verfassungsrechtliche Pflicht des Staates zum Schutze der Freiheitsrechte und der Gesundheit der Bürger.
Es ist höchste Zeit für eine Exit-Strategie, bei weiterhin konsequentem Schutz der Risikogruppen. Die entstehenden Schäden durch psychische und somatische Erkrankungen durch die Aufrechterhaltung des „Shutdown“ mit der elementaren Beschränkung sozialer Kontakte sind unabsehbar.

Dr. med. Peter Wanner, Arzt für Innere Medizin, Geriatrie, Palliativmedizin und Notfallmedizin

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