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Ausland

Ärzte ohne Grenzen: Erster COVID-19-Fall im Jemen

Dienstag, 14. April 2020

/picture alliance, AA

Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die Behörden in Jemen aufgefor­dert, medizinisches Material und humanitäre Helfer in das Land zu lassen. Dort sei ein erster CO­VID-19-Fall aufgetreten, teilte die Organisation in Berlin mit. Nach fünf Jahren Krieg sei dort das Gesundheitssystem zusammengebrochen. Eine effiziente Reaktion auf die Pande­mie mit den vorhandenen Ressourcen sei nahezu unmöglich.

„Es müssen dringend mehr Schutzkleidung und COVID-19-Tests in den Jemen importiert werden, sowohl für das Gesundheitssystem als auch für humanitäre Organisationen“, sagte die Leiterin von Projekten im Jemen, Caroline Seguin. Die verschiedenen jemeni­tischen Be­hörden müssten auch die Einreise von wichtigem medizinischem und nicht­medizinischem Personal internationaler Organisationen erlauben.

Ärzte ohne Grenzen hat seine Projekte gegen COVID-19 nach eigenen Angaben im ge­samten Nahen Osten stark ausgeweitet. So unterstütze die Organisation unter anderem in der iraki­schen Hauptstadt Bagdad eines der drei Krankenhäuser, das die Regierung zur Behandlung von COVID-19-Patienten vorgesehen hat, auch mit eigenen Mitarbeitern.

Weiter hätten Teams in Mossul, wo die schweren Kämpfe bis ins Jahr 2017 das Gesund­heits­wesen stark beeinträchtigt haben, ein Gebäude zur Isolation von Verdachtspatienten vorbe­reitet. Zudem wandelten sie eine eigene Klinik um, um das staatliche Krankenhaus bei der Behandlung von COVID-19-Patienten unterstützen zu können. © kna/aerzteblatt.de

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