NewsAuslandÄrzte ohne Grenzen: Erster COVID-19-Fall im Jemen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ärzte ohne Grenzen: Erster COVID-19-Fall im Jemen

Dienstag, 14. April 2020

/picture alliance, AA

Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die Behörden in Jemen aufgefor­dert, medizinisches Material und humanitäre Helfer in das Land zu lassen. Dort sei ein erster CO­VID-19-Fall aufgetreten, teilte die Organisation in Berlin mit. Nach fünf Jahren Krieg sei dort das Gesundheitssystem zusammengebrochen. Eine effiziente Reaktion auf die Pande­mie mit den vorhandenen Ressourcen sei nahezu unmöglich.

„Es müssen dringend mehr Schutzkleidung und COVID-19-Tests in den Jemen importiert werden, sowohl für das Gesundheitssystem als auch für humanitäre Organisationen“, sagte die Leiterin von Projekten im Jemen, Caroline Seguin. Die verschiedenen jemeni­tischen Be­hörden müssten auch die Einreise von wichtigem medizinischem und nicht­medizinischem Personal internationaler Organisationen erlauben.

Anzeige

Ärzte ohne Grenzen hat seine Projekte gegen COVID-19 nach eigenen Angaben im ge­samten Nahen Osten stark ausgeweitet. So unterstütze die Organisation unter anderem in der iraki­schen Hauptstadt Bagdad eines der drei Krankenhäuser, das die Regierung zur Behandlung von COVID-19-Patienten vorgesehen hat, auch mit eigenen Mitarbeitern.

Weiter hätten Teams in Mossul, wo die schweren Kämpfe bis ins Jahr 2017 das Gesund­heits­wesen stark beeinträchtigt haben, ein Gebäude zur Isolation von Verdachtspatienten vorbe­reitet. Zudem wandelten sie eine eigene Klinik um, um das staatliche Krankenhaus bei der Behandlung von COVID-19-Patienten unterstützen zu können. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

4. Juni 2020
Berlin – Die Regierungskoalition hat sich auf Eckpunkte für ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 130 Milliarden Euro verständigt. Hilfen gibt es auch für
Öffentlicher Gesundheitsdienst, Krankenhäuser und Impfstoffentwicklung im Konjunkturpaket berücksichtigt
4. Juni 2020
Hannover – Niedersachsen rückt von seinen bisherigen Plänen ab, in pandemischen Krisenzeiten Ärzte und Pflegekräfte zum Dienst in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen behördlich verpflichtet zu
Niedersachsen nimmt Abstand von Plänen zur Zwangsrekrutierung
4. Juni 2020
Den Haag – Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben sich zusammengeschlossen, um die Herstellung eines Coronaimpfstoffs in Europa voranzutreiben. Ziel der „Inklusiven Impfallianz“
Deutschland, Frankreich, Italien und Niederlande schließen Impfbündnis
4. Juni 2020
Hannover – In Niedersachsen können sich Pflegekräfte und Kitabeschäftigte in Regionen mit vielen Neuinfektionen von SARS-CoV-2 künftig auch ohne Verdacht auf eine Infektion testen lassen. Das gab
SARS-CoV-2: Niedersachsen will bestimmte Gruppen auch ohne Verdacht testen
4. Juni 2020
Berlin – Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat im Auftrag des Senats des Landes Berlin eine breit angelegten Coronateststrategie für Bildungseinrichtungen entwickelt. Sie soll in der kommenden
Wie die Berliner Teststrategie für Schulen und Kitas funktioniert
4. Juni 2020
Bonn – Viele Krebspatienten und ihre Familien geraten wegen der Erkrankung in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Coronapandemie könnte dies jetzt noch verstärken. Das befürchten die Deutsche
Pandemie könnte Armutsrisiko für Krebspatienten verschärfen
4. Juni 2020
Berlin – In der Coronapandemie hat Bun­des­for­schungs­minis­terin Anja Karliczek (CDU) die Arbeit von Medizinern und Forschern gewürdigt. „Deutschland ist bisher verhältnismäßig gut durch die
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER