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COVID-19: Arbeitsmediziner sollen Hygienepläne für Betriebe freigeben

Mittwoch, 15. April 2020

/contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Düsseldorf – Auf die besondere Rolle von Betriebs- und Werksärzten bei der Exitstrategie heraus aus der Coronakrise haben der Verband Freier Berufe (VFB) im Lande Nordrhein-Westfalen, die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) und der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) hingewiesen.

„Diese Ärzte sind mit ihrem Fachwissen und ihrer Verantwortung die Garanten dafür, dass differenziert und für die Gesellschaft nachvollziehbar die betrieblichen Aktivitäten aufge­nommen werden können, ohne dass Infektionen mit dem Coronavirus dadurch erhöht in Kauf genommen werden“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU).

Konkret fordern sie, bei der Wiederöffnung eines Wirtschaftsunternehmens, Geschäfts, Beherbergungsbetriebs oder einer Gaststätte oder von Teilen davon sei ein gegen die Aus­breitung des SARS-CoV-2-Virus gerichteter bindender Hygieneplan vorzulegen.

Dieser müsse von der zuständigen Betriebsleitung und einem für den Betrieb bestellten Arbeits­medizi­ner oder Betriebsarzt/Werksarzt unterzeichnet werden. Weitere in Kraft befindliche Hygieneregeln blieben davon unberührt.

„Ohne die Zustimmung des Arbeitsmediziners oder Betriebsarztes/Werksarzt zu dem ihm vorgelegten Hygieneplan kann die Genehmigung der unteren Gesundheitsbehörde nicht erteilt werden“, heißt es in einer E-Mail der Verbände an Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

„Dieses Vorgehen sollte für die Wiederinbetriebnahme aller Betriebe in Nordrhein-West­falen gelten, um nicht Gefahr zu laufen, eine zweite Welle von Infektionen loszutreten“, schreiben Rudolf Henke, Präsident der ÄkNo, Bernd Zimmer, Vorsitzender des VFB, und Wolfgang Panter, Präsident des VDBW. © hil/aerzteblatt.de

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