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Ärzteschaft

Hausärzte wollen Gehaltsbonus auch für Praxispersonal in Coronakrise

Mittwoch, 15. April 2020

/Stockfotos-MG, stock.adobe.com

Berlin – Einen Gehaltsbonus für Medizinische Fachangestellten (MFA) und Versorgungs­assistenzen in der Hausarztpraxis (VERAH) in der Coronakrise hat der Deutsche Hausärz­te­verband (DHÄV) in Spiel gebracht. Einen solchen Bonus zahlen Bayern und Schleswig-Holstein für Pflegepersonal und Rettungsassistenten.

„Es ist nur richtig, dass sich die Länder für diejenigen einsetzen, die gerade in diesen Zei­ten an vorderster Front wichtige Dienste leisten, und es dann nicht nur bei Worten bleibt, sondern auch Taten folgen“, sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes, Ulrich Weigeldt. Die Pflegekräfte und Notfallsanitäter hätten diese Form der Wertschätzung verdient und andere Länder sollten dringend dem Beispiel Bayerns und Schleswig-Holsteins folgen.

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„Unverständlich“ sei allerdings, warum die Politik bei diesen Maßnahmen das Personal in den Praxen übergehe. „Unsere MFA und VERAH sind in den Hausarztpraxen, aber auch bei regelmäßigen Hausbesuchen, eine enorme Unterstützung und setzen sich derzeit einem erhöhten Infektionsrisiko aus“, betonte Weigeldt. Sie verdienten daher die gleiche Aner­kennung und Wertschätzung wie die Pflegekräfte, so der DHÄV-Vorsitzende.

Die Pflegekräfte in Schleswig-Holstein sollen einen Corona-Pflegebonus von 1.500 Euro erhalten. Das hat die Landesregierung in Kiel beschlossen und die dafür erforderlichen Mittel im Nachtragshaushalt vorgesehen, sollte keine entsprechende Regelung auf Bun­desebene getroffen werden.

Die Gewerkschaft Verdi begrüßte die Entscheidung, forderte aber, auch die anderen Be­rufs­gruppen in den Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen im Fokus zu behalten. „Sie alle haben Prämien verdient“, hieß es aus der Gewerkschaft.

Der bayerische Corona-Pflegebonus richtet sich an professionell Pflegende in Kranken­häu­sern und Rehabilitationskliniken, in stationären Alten-, Pflege- und Behindertenein­rich­tungen sowie ambulanten Pflegediensten.

Auch Rettungssanitäter, Rettungsassisten­ten und Notfallsanitäter sind Begünstigte. Mit einer regelmäßigen wöchentlichen Ar­beits­zeit von bis zu 25 Stunden beträgt der Bonus 300 Euro, bei mehr als 25 Stunden 500 Euro, informiert die bayerische Landesregierung. © hil/aerzteblatt.de

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