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Ausland

Krise auf Rettungsschiff „Alan Kurdi“: Migranten an Land gebracht

Donnerstag, 16. April 2020

„Alan Kurdi“ /dpa

Rom − Auf dem blockierten deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ vor Sizilien verzweifeln die Migranten nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Eye zunehmend. Ein Mann habe versucht, sich das Leben zu nehmen, teilte die Organisation heute mit. Ein weiterer habe sich selbst verletzt. Die italienische Küstenwache habe deshalb drei von 149 Geflüchte­ten in Sicherheit gebracht.

Das Schiff liegt vor der Stadt Palermo. Eigentlich sollen die Menschen wegen der Corona-Pandemie auf ein größeres Schiff in Quarantäne kommen. Bislang ist jedoch unbekannt, wann das geschehen soll.

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Italien und Malta haben erklärt, dass sie keine Migranten an Land lassen könnten, weil diese nicht gesundheitlich versorgt werden könnten. Die Menschen legen meist im Bür­gerkriegsland Libyen ab, wo ihnen in Lagern schwere Misshandlungen drohen.

Einsatzleiter Jan Ribbeck sagte: „Die Menschen werden seit zehn Tagen auf der ‚Alan Kur­di‘ festgehalten und sind total verzweifelt.“ Einige hätten während des Einsatzes der Küs­tenwache angedeutet, ins Wasser zu springen, um die italienischen Boote zu erreichen. „Sie ließen sich kaum beruhigen“, sagte Ribbeck.

Vor der italienischen Insel Lampedusa wartet auch das spanische Rettungsschiff „Aita Mari“ mit etwa drei Dutzend Migranten auf einen sicheren Hafen.

Aus Gesundheits­gründen durften sieben Geflüchtete an Land: eine dreiköpfige Familie und vier Männer, wie die spanische Hilfsorganisation „Salvamento Marítimo Humanitario“ auf Twitter mitteilte. Die „Aita Mari“ hatte Anfang der Woche nach diesen Angaben vor Malta 43 Menschen aus einem sinkenden Schlauchbott gerettet. © dpa/aerzteblatt.de

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