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Erste Kinder aus griechischen Lagern kommen nach Osnabrück

Donnerstag, 16. April 2020

/picture alliance, Angelos Tzortzinis

Osnabrück – Die ersten nach Deutschland kommenden Flüchtlingskinder aus griechi­schen Lagern werden im Landkreis Osnabrück aufgenommen. „Die Kinder werden im Rahmen der Jugendhilfe dort untergebracht“, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums.

Nach Informationen der Neuen Osnabrücker Zeitung handelt es sich um bis zu 58 unbe­gleitete Minderjährige, die am Samstag am Flughafen Hannover erwartet werden. Die Kinder aus unterschiedlichen Kriegsgebieten sollen überwiegend jünger als 14 Jahre sein.

„Die Kinder mussten viele Monate in erbärmlichen und katastrophalen Zuständen leben und haben zum Teil ihre Eltern im Krieg oder auf der Flucht verloren“, sagte Landrätin Anna Kebschull (Grüne) der Zeitung. Sie sollten nun besonders geschützt werden, auch vor dem großen Interesse der Öffentlichkeit. Eine medizinische und psychologische Betreuung sei sichergestellt.

Der Verein Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) kritisierte die niedrige Zahl der Kin­der, die aufgenommen werden. Im Vergleich zu der noch Anfang März von der Bundesre­gierung angekündigten Zahl von 1.000 bis 1.500 Kindern sei das unverhältnismäßig. Derzeit leben auf den griechischen Inseln 40.000 Geflüchtete in Lagern, die für 6.000 Bewohner ausgelegt sind.

IPPNW-Vorstandsmitglied Carlotta Conrad stellt fest, dass es „in der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie unmenschlich ist, in Europa Personen ohne Zugang zu Wasser zu wissen, ohne Möglichkeit des Social-Distancing und mit nicht-vorhandener medizinischer Versorgung“. Die Lager müssten aufgelöst und die Asylverfahren zügig bearbeitet werden. © dpa/aerzteblatt.de

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