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Medizin

Gezieltes Trainingsprogramm reduziert Pflegebelastung bei Demenz

Donnerstag, 7. Mai 2020

/zinkevych, stock.adobe.com

Köln – Von einem gezielten sporttherapeutischen Trainingsprogramm profitieren nicht nur Menschen mit Demenz – es reduziert auch die Pflegebelastung in der klinischen Demenzversorgung. Das berichtet die Forschungsgruppe „Gerontopsychiatrie in Bewegung“ der Deutschen Sporthochschule Köln und der Klinik Köln des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) im Journal of Alzheimer‘s Disease (DOI 10.3233/JAD-191102).

Die Wissenschaftler haben mit den Demenzpatienten in der LVR-Klinik Köln 2 Mal am Vormittag und 2 Mal am Nachmittag in kleinen Gruppen trainiert. Die Studie schloss 70 Patienten in der Verum- und 35 Patienten in einer Kontrollgruppe ein.

„Durch den Wechsel zwischen Aktivphasen und Ruhezeiten versuchen wir so, die Patienten nicht nur insgesamt in hohem Maß körperlich zu aktivieren, sondern auch ihre Tagesstruktur zu stabilisieren“, erklärte Tim Fleiner, Leiter der Forschungsgruppe. Über die Hälfte der Patienten war damit im Rahmen der Studie für mehr als 150 Minuten pro Woche körperlich aktiv.

„Bei gleicher Medikation zeigten die Patienten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe klinisch relevante Verbesserungen der neuropsychiatrischen Symptome – insbesondere agitiertes Verhalten und labile Stimmungslagen verbessern sich“, berichten die Wissenschaftler.

Die Teilnahme an dem Trainingsprogramm sorgte aber auch für eine klinisch relevante Senkung der empfundenen Belastung des Pflegepersonals, die sich im Rahmen der Behandlung in der Klinik um den Patienten kümmern.

„Die Belastung der Pfleger und der Angehörigen zu senken, ist ein Kernaspekt in der Behandlung von Demenzpatienten. Die Erkenntnis, dass wir durch gezieltes Training eine Verbesserung für den Patienten und sein Umfeld erreichen, ist neuartig und wichtig für die Gesundheitsversorgung Älterer“, sagte Peter Häussermann, Chefarzt der Abteilung für Gerontopsychiatrie der LVR-Klinik Köln. © hil/aerzteblatt.de

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