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Ausland

USA geben 4,6 Millionen Euro für palästinensische Kliniken

Freitag, 17. April 2020

/picture alliance, NurPhoto

Tel Aviv – Nach massiven Kürzungen finanzieller Hilfen vor zwei Jahren wollen die USA nun die Palästinenser im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unterstützen.

„Ich freue mich sehr, dass die USA fünf Millionen Dollar (umgerechnet rund 4,6 Millionen Eu­ro) für palästinensische Krankenhäuser und Haushalte zur Verfügung stellen, um dringen­de, lebensrettende Bedürfnisse im Kampf gegen COVID-19 zu decken“, schrieb der US-Botschafter in Israel, David Friedman, auf Twitter.

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2018 hatte die US-Regierung die Finanzhilfen für die Palästinenser fast komplett gestri­chen. Unter anderem hatten sie die Zahlungen für das Palästinenserhilfswerk der Verein­ten Nationen (UNRWA) eingestellt.

2017 waren dies noch rund 365 Millionen US-Dollar (damals rund 321 Millionen Euro) gewesen. Im August 2018 kürzten die USA allein Finanzhilfen in Höhe von 25 Millionen Dollar (damals rund 22 Millionen Euro) für sechs Krankenhäuser in Ost-Jerusalem.

Hintergrund der Kürzungen war ein politischer Streit. Seit der US-Anerkennung Jerusa­lems als Hauptstadt Israels im Dezember 2017 akzeptieren die Palästinenser die USA nicht mehr als neutralen Vermittler in dem Konflikt mit Israel. Sie haben jegliche diplo­matische Kontakte zu den USA abgebrochen.

US-Präsident Donald Trump präsentierte trotzdem im Januar einen Nahost-Plan. Der Plan sieht auch einen Palästinenserstaat vor, der allerdings mit harten Auflagen und großen Zugeständnissen der Palästinenser an Israel verbunden wäre. Die Palästinenserführung lehnt den Plan kategorisch ab, weil er aus ihrer Sicht Israel in allen strittigen Fragen be­vorteilt.

Nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums in Ramallah ist der Erreger SARS-CoV-2 mittlerweile bei 294 Personen im besetzten Westjordanland nachgewiesen worden sowie bei 13 im Gazastreifen. Insgesamt seien 69 wieder genesen. Zwei Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion im Westjordanland gestorben. © dpa/aerzteblatt.de

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