NewsPolitikBayern und Mecklenburg-Vor­pommern führen Maskenpflicht im Nahverkehr ein
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bayern und Mecklenburg-Vor­pommern führen Maskenpflicht im Nahverkehr ein

Montag, 20. April 2020

/dpa

München – Nach Sachsen führen auch Mecklenburg-Vorpommern und Bayern zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 eine Maskenpflicht im öffentlichen Nah­verkehr ein.

Wie Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Schwerin sagte, müssen Nutzer von Straßenbahn, Bus oder Taxi ab dem 27. April einen Mund- und Nasenschutz tragen. Verlangt werde eine Stoffmaske, alternativ könne auch ein Tuch als Schutz getragen werden, erklärte sie.

Anzeige

Für Einkäufe in Geschäften des Einzelhandels gelte hingegen weiterhin die dringende Empfehlung, eine Alltagsmaske zu tragen, nicht aber eine Pflicht. Die Maskenpflicht für den Nahverkehr sei nötig, weil mit der Ladenöffnung und der Öffnung der Schulen kurze Zeit später auch die Nutzung der Nahverkehrsmittel wieder deutlich zunehme und in Bussen und Bahnen das Abstandsgebot kaum einzuhalten sei.

Es gelte aber, die eingeleitete Rückkehr zu mehr Normalität im sozialen und wirtschaftli­chen Leben mit dem Gesundheitsschutz zu verbinden. Wer sich selbst schütze, schütze auch andere und sorge so mit dafür, dass weitere Lockerungen der Corona-Schutzmaß­nah­men möglich würden, argumentierte Schwesig.

Von kommender Woche an sind auch in Bayern Mund-Nasen-Schutz, Alltagsmasken oder auch Schals Pflicht, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) heute in einer Regierungs­erklärung im Landtag ankündigte. „Man nennt das im allgemein auch eine Maskenpflicht.“

In Sachsen muss seit heute beim Einkauf und im Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz oder Schal getragen werden. Zudem gibt es eine solche Pflicht in einzelnen Städten. Die Bundesregierung empfiehlt bislang nur „dringend“, Masken zu tragen.

Die Bundesregierung rechnet unterdessen damit, dass während der Coronakrise Milliar­den von Atemschutzmasken in Deutschland benötigt werden.

„Wenn wir allen Menschen in Deutschland das Arbeiten, Einkaufen und Busfahren mit Mundschutz ermöglichen möch­ten, brauchen wir zwischen acht und zwölf Milliarden Masken pro Jahr“, sagte Bun­des­wirt­schafts­minister Peter Altmaier (CDU) der Bild am Sonntag. „Wenn wir einen be­trächt­lichen Teil davon in Deutschland produzieren, haben wir viel erreicht.“

Ein entsprechender Produktionsstab ist in seinem Ministerium angesiedelt, von der Milli­ardenproduktion ist man allerdings noch weit entfernt. „Unser Ziel ist es, dass wir schon in der zweiten Sommerhälfte Millionen OP-Masken und Mundschutze in Deutschland pro­duzieren können“, so Altmaier.

Man könne den Unternehmen zwar nicht vorschreiben, was oder wie viel sie zu produzie­ren hätten. „Wir werden die Industrieproduktion aber mit Investitionszuschüssen und Ab­nahmegarantien mit in Gang bringen.“ © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

25. Mai 2020
Berlin – In Deutschland wird erneut kontrovers über das Maß der Lockerungen in der Coronakrise debattiert. Hintergrund sind Vorhaben aus Thüringen und Sachsen, die Einschränkungen weitgehend
Coronakrise: Kontroverse Debatte um Regeln in Deutschland
25. Mai 2020
Berlin – Die Verzögerungen bei der Einführung der Corona-Warn-App stoßen zunehmend auf Kritik. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kritisierte die Entwicklung in der Welt am Sonntag angesichts
Kritik an verspäteter Corona-Warn-App wird schärfer
25. Mai 2020
Berlin – Die Bundesregierung will als Lehre aus der Coronapandemie die europäische Eigenständigkeit stärken. Das haben am Wochenende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und
Europäische Eigenständigkeit als Lehre aus der Coronapandemie
25. Mai 2020
Nürnberg – Angehörige sozialer Berufe wie Erzieherinnen, Krankenpfleger und wohl auch Lehrer sollen sich in Bayern bald regelmäßigen Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 unterziehen können. Das
Söder will SARS-CoV-2-Tests für Sozialberufe
25. Mai 2020
Moormerland − Der niedersächsische Landkreis Leer sucht nach den positiven Tests auf SARS-CoV-2 infolge eines Restaurantbesuchs in Ostfriesland weiter nach den Gründen für die Infektionen. Es
Suche nach Gründen für SARS-CoV-2-Infektionen nach Restaurantbesuch
25. Mai 2020
Frankfurt/Hanau/Wiesbaden – Im Umfeld einer freien baptistischen Gemeinde in Frankfurt am Main haben sich mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Das teilte der hessische
SARS-CoV-2: Mindestens 107 Infektionen nach Gottesdienst
25. Mai 2020
Hannover – Der Marburger Bund Niedersachsen (MB) hat Pläne der niedersächsischen SPD und CDU für eine Zwangsrekrutierung von medizinischem Personal für die Pandemiebekämpfung scharf kritisiert.
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER