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Schleswig-Holstein plant Aufbau einer Coronabiobank

Montag, 20. April 2020

/dpa

Kiel − Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) will eine Coronabiobank aufbauen. Wie der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sollen möglichst alle Schleswig-Holsteiner, die eine Coronainfektion überstanden haben, über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren gründlich nachuntersucht werden sowie Blutproben abge­ben.

„Wir vermuten, dass COVID-19 nicht nur zu fürchterlichen Akutschäden, sondern auch zu Folgeerkrankungen führt“, sagte Joachim Thiery, Vorstand für Forschung und Lehre am UKSH.

Befürchtet werde, dass auch Jahre nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung Herz­infarkte und Schlaganfälle auftreten könnten: „Die überschießende Entzündung verur­sacht bei manchen Patienten schwere Schädigungen der inneren Aderhaut, die Mikroge­rinnsel auslösen könnten“, sagte Thiery.

Auch der Blutdruck und die Funktion der Leber können betroffen werden. Der Aufbau einer Coronabiobank ist auch an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main geplant.

Das schleswig-holsteinische Projekt soll − koordiniert von der Berliner Charité − in enger Zusammenarbeit mit allen deutschen Universitätskliniken laufen. Über die Kosten sagte Joachim Thiery: „Verglichen mit den unübersehbaren Kosten von Coronafolgeerkrankun­gen − möglicherweise in Milliardenhöhe, wenn wir zu spät kommen − liegt unser Projekt im Bereich weniger Millionen pro Jahr.“ © dpa/aerzteblatt.de

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