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Coronakrise verschafft Philips Auftragsboom

Montag, 20. April 2020

/dpa

Amsterdam − Die Corona-Pandemie hat beim niederländischen Medizintechnikkonzern Philips für einen Boom im Neugeschäft gesorgt. Wegen einer starken Nachfrage nach Monitor-Systemen und Beatmungsgeräten stieg der Auftragseingang im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis um 23 Prozent, wie der Konkurrent von Siemens Healthineers heute in Amsterdam mitteilte.

Bereits zum Jahresauftakt habe Philips die Produktion von Beatmungsgeräten erhöht. Das Unternehmen plane, die Herstellung bis zum dritten Quartal zu vervierfachen. Philips in­vestiere hierfür mehr als 100 Millionen Euro. Dieses Jahr will der Medizintechnikkonzern 43.000 voll funktionsfähige Beatmungsgeräte für die Intensivpflege an die US-Regierung liefern und weitere an den Rest der Welt.

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Im ersten Quartal sank jedoch der Gewinn von 162 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 39 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte auf vergleichbarer Basis, also ohne Wäh­rungseinflüsse sowie Zu- und Verkäufe, um zwei Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.

Deutliche Einbußen verzeichnet Philips im Bereich Personal Health − das Geschäft mit Konsumentenprodukten wie Unterhaltungselektronik und Elektro-Hausgeräten. Beson­ders schwach war das Geschäft in China − dort verzeichnete das Unternehmen einen zweistelligen Rückgang.

Das Geschäft sei seit Ende Januar in China und Asien und seit März im Rest der Welt von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen, sagte Konzernchef Frans van Houten. Alle Regionen würden auch im zweiten Quartal die Pandemie zu spüren bekommen. Dabei sollte sich die Coronakrise noch stärker als im Auftaktquartal auf das Geschäft auswirken, sagte van Houten in einem Fernsehinterview.

Für das zweite Halbjahr rechnet der Philips-Chef mit einer Rückkehr zu Normalität und wieder mit Wachstum und einer höheren Profitabilität. Wegen der Unsicherheiten um das Coronavirus wollte Philips jedoch keinen konkreten Ausblick für dieses Jahr geben. © afp/aerzteblatt.de

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