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Ärzteschaft

Reinhardt für Finanzierung von Vorhaltekosten in Krankenhäusern

Montag, 20. April 2020

Klaus Reinhardt /Gebhardt

Berlin – Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Klaus Reinhardt, hat eine Reform der Krankenhausfinanzierung in Deutschland gefordert. „Nach der Krise müssen wir drin­gend über eine neue Finanzierung des Systems sprechen. Wie bei der Feuerwehr muss auch in Krankenhäusern das Vorhalten von Personal, Technik und Leistung finanziert wer­den“, sagte Reinhardt vorgestern der Neuen Westfälischen.

„Kliniken sind Einrichtungen der Daseinsfürsorge und keine Industriebetriebe.“ Kranken­häuser müssten dem Patienten dienen, nicht dem Profit. Das müsse sich ins kollektive Gedächtnis einbrennen. „Standorte können zusammengelegt werden, aber die Kapazitä­ten müssen bleiben“, so der BÄK-Präsident. „Wie wichtig das ist, sehen wir in Krisenzeiten wie diesen.“

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Reinhardt betonte, dass das deutsche Gesundheitssystem in der aktuellen Krise ausge­spro­chen gut funktioniere. Das gelte für die ambulante Versorgung ebenso wie für die Kranken­häuser. Deshalb dürfe es auf keinen Fall einen Abbau von Kapazitäten oder Per­sonal geben.

Dass die Krankenhäuser jetzt nach und nach wieder planbare Eingriffe vornehmen, be­fürwortet Reinhardt. „Im Moment gibt es keinen Hinweis darauf, dass wir auf eine Über­forderung der Kliniken zusteuern, deshalb können Kliniken auch das elektive Programm wieder vorsichtig etwas hochfahren“, sagte Reinhardt.

„Das ist wichtig, weil auch diese Patienten mitunter schwer krank sind und mittlerweile seit vier Wochen auf ihre Operation warten. Solange ein Drittel der Intensivplätze ad hoc für COVID-19-Patienten zur Verfügung steht, sollten ausreichend Reserven vorhanden sein.“ © fos/aerzteblatt.de

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