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Pharmaindustrie beschleunigt Arbeit an Virustests und Impfstoffen

Dienstag, 21. April 2020

/RGtimeline, stock.adobe.com

Brüssel − Pharmaindustrie und Arzneimittelbehörden haben ihre Arbeitsabläufe ange­sichts der COVID-19-Krise erheblich beschleunigt. Was sonst Monate oder Jahre brauche, werde nun binnen weniger Wochen erledigt, sagten Branchenvertreter gestern bei einer Veranstaltung des Verbandes EFPIA.

Bis zum Ende des Jahres könne man deshalb mit Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 rechnen, erklärte Paul Stoffels von Johnson & Johnson und dessen Konzernteil Janssen Pharmaceu­tica.

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Die Entwicklung eines Ebola-Impfstoffs habe nur sechs Monate gedauert, weil man auf Erfahrungen aus früheren Forschungen habe zurückgreifen können. „Jetzt sind wir noch weiter“, sagte Stoffels. Bei der Entwicklung von Impfstoffen sei die Sicherheit besonders wichtig, weil damit viele Menschen geimpft würden. Eine weitere Herausforderung sei die Produktion in enormen Mengen.

Derzeit werde an „mindestens 45“ Impfstoff-Kandidaten gegen das neue Coronavirus ge­arbeitet. „Wir sind nicht die einzigen“, sagte Stoffels. Das sei auch gut so, weil man vorab nicht sicher sein könne, ob eine Entwicklung auch tatsächlich wirken werde.

Der Industrievertreter lobte die Zusammenarbeit mit der Europäischen Arzneimittel­agen­tur (EMA) und anderen Institutionen: „Es ist toll, wie die Aufsichtsbehörden mit uns ar­beiten.“ Die enge Kooperation zwischen Entwicklern und Aufsichtsbehörden hob auch Alan Morrison vom US-Pharmariesen Merck Sharp & Dohme (MSD) hervor.

Stoffels erklärte, neben Impfstoffen würden auch Coronatests mit Hochdruck entwickelt und vorhandene Medikamente auf ihre Tauglichkeit für die COVID-19-Behandlung unter­sucht.

Simon White vom Pharmaunternehmen Pfizer sagte, die Krise stelle auch die Herstellung und Lieferung anderer Medikamente auf eine harte Probe. Man habe mancherorts sicher­stellen müssen, dass Arbeitnehmer als Grenzgänger überhaupt zur Arbeit kommen konn­ten. Lieferungen hätten an den Grenzen festgesteckt. Auch Exportbeschränkungen inner­halb der EU seien eine Hürde gewesen, so White. © dpa/aerzteblatt.de

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