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Neue S3-Leitlinie zum Peniskarzinom zur Kommentierung im Netz

Dienstag, 21. April 2020

/jomkwan7, stock.adobe.com

Düsseldorf – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat eine neue S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms erstellt. Die Leitlinie bildet den aktuellen wissenschaftlichen Stand der medizinischen Versorgung von Patienten mit die­ser eher seltenen Tumorerkrankung ab. Sie informiert über diagnostische und therapeu­tische Behandlungsmöglichkeiten, Aufklärung und Beratung sowie die psychoonkologi­sche Betreuung.

Im Mittelpunkt stehen dabei inhaltliche Handlungsempfehlungen zu Diagnostik und Sta­diendiagnose sowie zur Therapie des Primärtumors, des Managements von regio­nären Lymphknoten und des Managements von metastasierten Stadien. Zudem wird die Nach­sorge unter Aspekten wie Lebensqualität, Sexualität, Palliativpflege und Rehabili­tation detailliert thematisiert.

Darüber hinaus enthält das onkologische Behandlungsgesamtkonzept psychoonkolo­gi­sche Maßnahmen. Diese reichen vom bedarfsorientierten Zugang zu adäquaten Informa­tio­nen und aufklärenden Gesprächen bis hin zu einem Screening auf psychosoziale Be­lastungen im gesamten Verlauf der Erkrankung.

Mit der Leitlinie zum Peniskarzinom bringt die DGU erneut eine onkologische Leitlinie höchster Klassifikation an den Start. „Nachdem die DGU bereits S3-Leitlinien zu den häu­figsten urologischen Tumoren, dem Prostatakarzinom, dem Nierenzellkarzinom, dem Harn­blasenkarzinom und den Keimzelltumoren der Hoden, publiziert hat, war es der Fachgesellschaft ein wichtiges Anliegen, nun auch die Versorgung dieser eher seltenen Tumorentität auf höchstem Niveau zu fördern“, betonte DGU-Generalsekretär Stephan Maurice Michel.

Das Robert-Koch-Institut hatte zuletzt 2014 eine Zahl von 950 Neuerkrankungen an Pe­niskarzinomen in Deutschland erfasst. Mit höherem Lebensalter steigt das Risiko für die­se Krebserkrankung. 2014 verstarben hierzulande 197 Männer an einem Penis­karzinom.

„Ziel dieser Leitlinie ist die Verbesserung und zentren-übergreifende Vereinheitlichung der Patientenversorgung“, sagte DGU-Leitlinien-Koordinator Oliver Hakenberg. Denn ge­rade bei einer seltenen Tumorentität wie dem Peniskarzinom müsse die Behandlungs­ex­pertise in allen Bereichen gestärkt und aus der spärlichen Datenlage Empfehlungen für die klinische Praxis abgeleitet werden.

Die neue S3-Leitlinie zum Peniskarzinom wurde durch die Deutsche Krebshilfe finanziert und basiert auf aktuellen evidenzbasierten wissenschaftlichen Informationen sowie kli­nischer Expertise und soll eine Unter-, Über- und Fehlversorgung vermeiden. Insgesamt waren 22 medizinische Fachgesellschaften und Organisationen an ihrer Erstellung be­teiligt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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