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Politik

Bestimmte Kriterien bei Triage klären

Mittwoch, 22. April 2020

P/CMP, adobe.stock.com

Berlin – Für Krisen wie die Coronaepidemie könnten laut einer Analyse der Konrad-Ade­nauer-Stiftung bestimmte Kriterien gesetzlich geklärt werden, falls es zur Priorisierung – der Triage – von Patienten kommen muss.

Die Möglichkeiten des Gesetzgebers, eine solche Patientenauswahl durch positive Vor­ga­ben zu steuern, seien aufgrund der staatlichen Verpflichtung, jedes Menschenleben gleich zu achten und zu schützen, aber äußerst begrenzt, heißt es in dem Papier der CDU-nahen Stiftung.

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In der Coronakrise wird unter anderem über eine Priorisierung diskutiert, falls steigende Zahlen schwerkranker Patienten kämen und zum Beispiel Beatmungsgeräte knapp wer­den könnten. Dann müssten die Ressourcen an Patienten verteilt werden.

„Der Gesetzgeber kann die Tragik der Triage nicht beseitigen“, heißt es in der Analyse der Adenauer-Stiftung. „Er könnte sie aber erträglicher machen, indem er Vorgaben zur Ein­haltung fundamentaler Rechtsprinzipien bei der Patientenauswahl formuliert und damit das Vertrauen in Entscheidungsprozesse stärkt“.

So wäre etwa eine Patientenauswahl anhand des Lebensalters und der Zahl der noch ver­bleibenden Lebensjahre für unzulässig zu erklären. Es sollte zudem sichergestellt werden, dass keine „Kategorie hoffnungsloser Fälle“ entsteht, die keine realistische Chance haben, bei der Zuteilung von Beatmungsgeräten berücksichtigt zu werden. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #810440
Heli Lange
am Donnerstag, 23. April 2020, 01:24

Triage

Patientenverfügungen könnten berücksichtigt werden!
Avatar #698455
Stockley
am Mittwoch, 22. April 2020, 18:39

Klärungsbedarf?

Die CDU meint also, daß sie der Ärzteschaft "fundamentale Rechtsprinzipien" erläutern müsse.
Schon immer beschäftigen sich Ärzte aber täglich mit den Themen Behandlungsauswahl, -zuteilung und -abbruch, oder jetzt "Triage".
Seit Jahren gibt es die Diskussion über Patientenverfügungen, Sterbehilfe und Organspende, Priorisierung und "englische Verhältnisse".
Vorgaben sollte jetzt ein Organ der Ärzteschaft machen; die Adenauer-Stiftung kann hier keine Kompetenz beanspruchen.
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