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Kriminelle nutzen Coronakrise aus

Mittwoch, 22. April 2020

/dpa

Berlin/Paris – Kriminelle nutzen die Coronakrise derzeit, um gefälschte Arzneimittel zu verbreiten. Das berichtet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ent­wicklung (OECD) auf Basis einer gemeinsamen Studie mit dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO).

Der Welt­gesund­heits­organi­sation zufolge werden in den Entwicklungsländern immer mehr gefälschte Medikamente im Zusammenhang mit dem Coronavirus verkauft. Auch Interpol hat auch eine Zunahme gefälschter Arzneimittel im Zusammenhang mit COVID­-19 festgestellt.

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Beschlagnahmungen von gefälschten COVID-19-Tests und persönlicher Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken und Handdesinfektionsmittel wurden von der US-amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde und den Zollbehörden anderer Mitglieds­länder sowie von der Weltzollorganisation gemeldet.

„Der Verkauf gefälschter und fehlerhafter Arzneimittel ist ein ernstes Verbrechen. Dass jetzt gefälschte medizinische Hilfsgüter im Zusammenhang mit COVID-19 entdeckt wur­den, während alle Welt versucht, die Pandemie zu bekämpfen, macht die Herausforde­rung noch dringlicher“, sagte der OECD-Generalsekretär Angel Gurría.

Laut der Untersuchung mit dem Titel „Trade in Counterfeit Pharmaceutical Products“ wa­ren gefälschte Arzneimittel bereits vor der Coronapandemie ein dringliches Problem. Da­nach handelte es sich bei den meisten zwischen 2014 und 2016 sichergestellten Arznei­mittelfälschungen um gefälschte Antibiotika, Potenzpillen für Männer, Schmerzmittel und Medikamente gegen Malaria, Diabetes, Epilepsie, Herzkrankheiten, HIV/AIDS, Krebs, Blut­hochdruck und Allergien.

Die meisten von ihnen enthielten falsche Wirkstoffanteile, sodass sie vermutlich nicht wir­ken. Viele enthielten nicht deklarierte Substanzen, die ernste gesundheitliche Prob­le­me verursachen können. Eine forensische Untersuchung verdächtiger Proben deutet laut der Studie darauf hin, dass 90 Prozent der gefälschten Medikamente für die Patienten potenziell schädlich sind. Über die Hälfte der in den letzten Jahren beschlagnahmten Arzneimittelfälschungen stammt aus Indien, fast ein Drittel aus China.

Hauptziele waren Afrika, Europa und die USA. Singapur und Hongkong sind in diesen Handelsketten wichtige Transitpunkte. Weitere Routen führen durch die Vereinigten Ara­bischen Emirate, Ägypten, Kamerun und die Türkei. „Der Umlauf gefälschter und fehler­hafter Arzneimittel hat auch deshalb sprunghaft zugenommen, weil es immer mehr unse­riöse Online-Apotheken gibt. 96 Prozent der Websites, die Arzneimittel anbieten, operie­ren illegal“, berichtet die OECD. © hil/aerzteblatt.de

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