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Politik

Gesundheits­ministerium möchte Corona-App-Daten zentral speichern

Mittwoch, 22. April 2020

/Stanisic Vladimir, stock.adobe.com

Berlin − Bei der Entwicklung der geplanten Corona-Warn-App bevorzugt das Bundesge­sund­heitsministerium eine zentrale Speicherung der Nutzerdaten. Das sei wichtig, um die Entwicklung der Epidemie besser verfolgen zu können, sagte ein Sprecher heute in Ber­lin. Zu klären sei auch, wer dann über die pseudonymisierten Daten verfügen können solle. Die Entwicklung der App bewege sich im zeitlich normalen Rahmen.

Die Behörden führten derzeit mit Google und Apple Gespräche darüber, „wie die Schnitt­stelle zu gestalten ist und wo die Daten gespeichert werden“. Er sei zuversichtlich, dass diese Gespräche zu einer Lösung führen würden. Im März war noch erwartet worden, dass eine entsprechende App, die von der Bundesregierung empfohlen wird, nach den Osterfe­rien zur Verfügung steht, jetzt ist von Ende Mai die Rede.

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Eine solche App würde auf das Smartphone aufgespielt. Sie kann eine − möglichst vom Ge­sund­heits­mi­nis­terium bestätigte − anonymisierte Warnung an Menschen versenden, die Kontakt zu Infizierten hatten. Das würde über einen Datenaustausch zwischen den Handys von Menschen funktionieren, die die App nutzen. Ein europäischer Austausch­mechanismus, der die Privatsphäre schützt, existiert dafür bereits.

Allerdings sind sich Experten aus der Tech-Branche uneins, welche technologische Lö­sung den besten Datenschutz gewährleisten würde. Der möglichst flächendeckende Ein­satz einer Warn-App könnte die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten erleichtern – auch weil dann gezielter Kontaktpersonen getestet würden. © dpa/aerzteblatt.de

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