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Bayern und NRW gründen Hilfetelefon für Männer

Donnerstag, 23. April 2020

München – Bayern und Nordrhein-Westfalen (NRW) bieten ab sofort ein gemeinsames Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Männer an.

Unter der kostenlosen Nummer 0800/1239900 könn­en sich Betroffene melden, die unter verschiedenen Arten von Gewalt leiden – wie häusli­cher und sexualisierter Gewalt, aber auch beispielsweise Stalking oder Zwangsheirat, wie das Sozialministerium in Bayern mitteilte. Dort wird das Angebot von der Arbeiterwohlfahrt Augsburg umgesetzt.

„Mit einer intensivierten länderübergreifenden Zusammenarbeit verstärken wir nicht nur die konsequente Platzierung solch tabuisierter Themen in der Gesellschaft, sondern können auch Ressourcen bündeln und Synergieeffekte nutzen“, sagte Bayerns Sozialministerin Ca­rolina Trautner (CSU). Aus NRW hieß es, dass Hilfetelefon sei deutschlandweit in dieser Form einmalig.

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In naher Zukunft sollen laut den Ministerien in NRW und Bayern auch andere interessierte Länder die Möglichkeit haben, sich der telefonischen Hotline und dem digitalen Beratungs­angebot anzuschließen.

Eine Auswertung des Bundeskriminalamtes für das Jahr 2018 hatte gezeigt, dass im Bereich der Partnerschaftsgewalt der Anteil der männlichen Opfer mit 18,7 Prozent leicht angestie­gen war. Im Jahr zuvor lag er bei 17,9 Prozent. © dpa/aerzteblatt.de

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Wolfgang Rödle
am Montag, 27. April 2020, 17:53

Der richtige Weg, aber bitte nicht übersteuern

Ich bin begeistert. Vorletzte Woche habe ich noch angemerkt, dass dieses Thema immer nur einseitig betrachtet wird, und schon eine Woche später wird das Thema auch von der "Mann ist Opfer"-Seite betrachtet. Das finde ich sehr gut.

Dennoch bevor es übersteuert, gleich die Warnung und der Hinweis:
Das Thema sollte geschlechtlich-neutral betrachtet und dargestellt werden. Es ist ein menschliches Problem und kein männliches oder weibliches.

Trotzdem: Danke für die Darstellung der anderen Seite und die Hilfe-Hotlines (für beide Seiten).
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