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Verbände wollen Soforthilfe für arme Kinder

Donnerstag, 23. April 2020

/Aleksey, stock.adobe.com

Berlin − Ein Bündnis von sieben Verbänden und Organisationen wünscht sichg angesichts der Coronakrise als Soforthilfe eine unbürokratische Aufstockung des Hartz-IV-Regelsat­zes für Kinder und Jugendliche.

Zudem müsse sichergestellt werden, dass alle Schulkinder durch die Übernahme der An­schlusskosten Zugang zum Internet haben und die Anschaffung von digitalen Endgeräten ermöglicht wird, sofern diese nicht vorhanden sind, heißt es in dem heute veröffentlich­ten Appell.

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Ebenso plädiert das Bündnis für eine Erweiterung der Zugangskriterien für die Notbetreu­ung in Kitas und Schulen. Hier brauche es für Kinder aus armen Familien und Kinder von Alleinerziehenden bundesweit besondere Betreuungsangebote.

Unterzeichnet ist die Erklärung von Deutschem Kinderhilfswerk, AWO Bundesverband, Diakonie Deutschland, Kinderschutzbund, Nationaler Armutskonferenz, dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter sowie dem Zukunftsforum Familie.

„Arme Familien und ihre Kinder werden in der Debatte bisher noch viel zu wenig gese­hen“, erklärte der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Thomas Krüger. Zwar habe die Bundesregierung einige gute und richtige Erleichterungen für Familien beim Zugang zu sozialen Leistungen auf den Weg gebracht, doch kämen sie vielfach nicht bei Familien an, die bereits von Hartz-IV-Leistungen leben.

Der Wegfall der Leistungen in Bildung und Teilhabe wie das kostenlose Mittagessen in Kitas und Schulen oder die Nachhilfe sowie anfallende Mehrausgaben könnten durch die Eltern nicht aufgefangen werden, so Krüger.

Zudem fielen mit Schließung von Bildungs- und Sozialeinrichtungen wichtige Versor­gungs­infrastrukturen für arme Kinder mit einem Schlag weg. „Hier braucht es sofortige Abhilfe und ganz grundsätzlich eine deutlich stärkere Berücksichtigung der Bedarfe und Rechte von Kindern“, forderte der Chef des Kinderhilfswerks.

In ihrem Appell fordert das Bündnis auch „tragfähige Lösungen für die Zukunft“. Die Krise zeige in aller Deutlichkeit, dass Bildungs- und Teilhabechancen eng mit dem Geldbeutel der Eltern verknüpft seien. Arme oder von Armut bedrohte Familien brauchten auch nach Überwindung der Krise eine besondere Unterstützung, hieß es. © kna/aerzteblatt.de

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