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Ausland

Zahl der Malariatoten in Afrika könnte steigen

Donnerstag, 23. April 2020

/dpa

Genf − In Afrika könnten in diesem Jahr doppelt so viele Menschen an Malaria sterben wie in anderen Jahren, wenn der Kampf gegen die Infektionskrankheit durch die Corona­pandemie behindert wird.

Davor warnte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) heute kurz vor dem Welt-Malaria-Tag (25. April). Im schlimmsten Fall rechnet die WHO nach Modellrechnungen südlich der Sahara mit 769.000 Toten, doppelt so viele wie 2018. Das wäre eine Todesrate wie zu­letzt vor 20 Jahren.

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Die WHO ruft dringend dazu auf, möglichst zügig wie bislang mit Insektenspray behan­delte Moskitonetze und Medikamente zu verteilen, bevor Einschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus solche Aktionen womöglich einschränken oder unmöglich machen.

Mehr als 90 Prozent der Malariainfizierten weltweit leben und sterben nach WHO-Anga­ben in Afrika südlich der Sahara. Zwei Drittel der Toten seien Kinder unter fünf Jahren. Weltweit waren es 2018 nach Schätzungen etwa 228 Millionen Fälle und 405.000 Tote.

Von Malaria betroffen sind Regionen in den Tropen und Subtropen. Seit 2004 haben die WHO und Partner weltweit mehr als zwei Milliarden behandelte Moskitonetze verteilt. © dpa/aerzteblatt.de

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