NewsVermischtesVR-basierte Angsttherapie bundesweit verfügbar
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

VR-basierte Angsttherapie bundesweit verfügbar

Dienstag, 28. April 2020

/stokkete, stock.adobe.com

Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet das Betreuungsprogramm „Invirto“ für Patienten mit Angststörungen jetzt bundesweit an. Mit „Invirto“ können Patienten ihre Ängste mit einer psychotherapeutischen App, Übungen zur Angstbewältigung und the­ra­peutischer Begleitung durch Videotelefonate in den eigenen vier Wänden selbst behan­deln.

Das Erstgespräch mit einer umfangreichen psychotherapeutischen Diagnostik erfolgt wäh­rend der Corona-Pandemie per Videotelefonie mit einem Therapeuten des Universi­tätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH).

Anzeige

Durch die aktuellen Coronasonderregelungen sei ein Besuch in der Klinikambulanz in Lübeck oder Kiel ab sofort nicht mehr notwendig, erklärte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. „Damit können wir unseren Versicherten bundesweit helfen“, sagte er.

Studien zufolge leiden rund zehn Millionen Menschen in Deutschland im Verlauf eines Jahres an einer Angststörung. Sie ist damit eine der häufigsten psychischen Erkrankun­gen.

Kernstück der vom Hamburger Start-up Sympatient entwickelten Therapie ist die Kon­fron­tation mit angstauslösenden Situationen nach therapeutischen Prinzipien. Das Pro­gramm umfasst therapeutische Videos, angeleitete Übungen und Virtual-Reality-Szenen wie Aufzug- und U-Bahnfahrten oder Menschenansammlungen, die einen neuen Umgang mit der Angst von zu Hause aus erlauben. Damit entsprechen Inhalte und Umfang von Invirto einer Kurzzeitpsychotherapie.

Im Behandlungsverlauf erfasst die App regelmäßig die psychische Situation der Teilneh­mer anhand eines Fragenkatalogs. „Wenn die Teilnehmer eine Verschlechterung ihres psychischen Zustands erfahren, haben sie direkten Zugang zu Notfallnummern und können sofort hilfreiche Übungen wiederholen“, erläuterte Julian Angern, einer der drei Gründer und psychologischer Leiter von Sympatient.

Das Unternehmen wurde vor zwei Jahren aus einer wissenschaftlichen Studie am UKSH heraus gegründet. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER