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Ärzteschaft

Ambulante Strukturen in Rheinland-Pfalz können flexibel reagieren

Montag, 27. April 2020

/picture alliance, Nico Schimmelpfennig

Mainz – In Rheinland-Pfalz sind bislang mehr als 600 Vertragsärzte dem Aufruf der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gefolgt, sich in speziellen Coronaambulanzen oder Coronasprechstunden um positiv getestete COVID-19-Patienten, Coronaverdachtsfälle sowie Personen mit Infekt-Symptomen wie Atemnot, trockenem Husten und Fieber zu kümmern.

„Unser Anliegen ist es, diese Menschen aus dem Regelbetrieb der Praxen herauszuhalten und damit Patienten mit anderen Erkrankungen die Sicherheit zu geben, bedenkenlos ihre ambulanten Ärzte aufsuchen zu können“, sagt der Vorsitzende des Vorstands der KV Rheinland-Pfalz, Peter Heinz.

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Im Augenblick arbeiten laut der KV landesweit rund 50 Coronaambulanzen, die sich in öffentlichen Gebäuden wie Turnhallen oder Bürgerhäusern befinden, und mehr als 100 offene Coronasprechstunden in den Praxisräumen niedergelassener Ärzte. Weitere 50 Coronasprechstunden stehen landesweit für die Bestandspatienten der jeweiligen Praxis zur Verfügung, welche diese Sprechstunde anbietet.

„Wir haben damit in Rheinland-Pfalz eine flächendeckende Struktur geschaffen und sehen uns gut gerüstet“, so Heinz. Er betonte, die Ärzte könnten sehr flexibel auf den Bedarf reagieren. „Es ist wichtig, dass die Strukturen stehen. So kann immer wieder aufs Neue geschaut werden, was die aktuelle Lage erfordert“, hieß es aus der KV.

Auch der von der KV eingerichteten Coronahausbesuchsdienst für immobile Patienten könne flexibel auf den Bedarf reagieren. „Auch hier sinkt das Patientenaufkommen momentan etwas. Wir sind mit vier Autos gestartet, haben zeitweilig auf zehn hochge­fahren und aufgrund des aktuellen Versorgungsbedarfes Anpassungen vorgenommen“, informiert Heinz.

Wie bei den Coronaambulanzen und Coronasprechstunden heiße es auch beim Hausbe­suchsdienst, je nach Bedarf zu handeln. Insgesamt 340 Ärzte hätten sich gemeldet und seien bereit, Fahrdienste zu übernehmen. „Wir haben also die Kapazitäten, um diesen Service, wenn nötig, nach oben zu fahren“, so der KV-Vorstandsvorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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