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Ärzteschaft

Kinderärzte halten Tragen von Masken ab Grundschulalter für zumutbar

Montag, 27. April 2020

/dpa

Berlin – Es ist auch längerfristig zumut- und umsetzbar, wenn Kinder ab dem Grund­schul­alter im öffentlichen Raum – also etwa beim Einkaufen oder in der Straßenbahn – eine Maske tragen, wenn sie in individueller Begleitung von Eltern oder Bezugspersonen sind. Dieser Ansicht ist die der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).

Auch kleiner Kinder können laut Fachgesellschaft in besonderen Situationen eine solche Maske tragen, zum Beispiel wenn sie Risikopersonen besuchen sollten. „Insofern würde in der Altersgruppe darunter, das heißt, vor dem Grundschulalter, eine ‚Kann‘- Empfehlung vernünftig erscheinen“, heißt es in einer Stellungnahme. Die DGKJ weist aber daraufhin, dass „die Frage, wie infektiös Kinder tatsächlich für ihre Umgebung sind, im Moment noch nicht hinreichend geklärt ist“.

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Das Tragen von Masken in Einzelsituationen sei aber grundsätzlich zu unterscheiden von einer Maskenpflicht für Kinder in Kita, Kindergarten und Schule. „Für Kita und Kindergar­ten halten wir diese definitiv für nicht umsetzbar“, so die DGKJ. Auch in den unteren Klassen der Grundschule werde das „sehr schwierig“. Dort sei eine solche Verordnung zwar denkbar, aber es werde nicht den Zweck erfüllen, für den es gedacht sei. Es werde „keine sinnvolle Schutzmaßnahme sein, allenfalls eine pädagogische“.

Die Fachgesellschaft weist auf einen weiteren kritischen Punkt hin: Atemschutzmasken erzeugten einen erhöhten Atemwegswiderstand. Das sei besonders bei Kindern wie auch Erwachsenen bedeutsam, die aufgrund einer akuten oder chronischen Erkrankung der Atemwege oder des Herzkreislaufsystems in ihrer Lungenfunktion eingeschränkt seien.

Dicht sitzende FFP2-Masken seien unter diesem Aspekt besonders problematisch – „für die Anwendung dieser speziellen Masken beim Kind gibt es nach unserer Einschätzung ohnehin keine Indikation. Säuglinge sollten zur Prävention des plötzlichen Kindstodes generell keine Masken tragen“, informiert die DGKJ. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #767798
Cryonix
am Montag, 27. April 2020, 16:54

Dazu könnte

neben erhöhtem Atemwiderstand noch die nicht zu vernachlässigende CO² - Rückatmung kommen.
Ulrike Butz , 2004, TU München, med. Fak., Dissertation
"Rückatmung von Kohlendioxid bei Verwendung von Operationsmasken als hygienischer Mundschutz an medizinischem Fachpersonal"

https://mediatum.ub.tum.de/doc/602557/602557.pdf
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