NewsHochschulenPrivate Spenden wichtig für Forschung zu COVID-19
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Private Spenden wichtig für Forschung zu COVID-19

Dienstag, 28. April 2020

/denisismagilov, stock.adobe.com

Frankfurt am Main – Ein Mitte März in Frankfurt gegründeter Goethe-Corona-Fonds hat mittlerweile rund 1,5 Millionen Euro an Spenden eingenommen. Maria Vehreschild und Timo Wolf vom Schwerpunkt klinische Infektiologie am Universitätsklinikum Frankfurt wollen mit den Mitteln drei Teilprojekte bearbeiten.

Geplant ist erstens eine Biobank, in der klinische und biologische Proben von betroffenen COVID-19-Patienten gesammelt werden. Diese soll COVID-19-Forschern zugänglich ge­macht werden, die im Bereich Diagnostika, Impfung oder Therapie arbeiten.

Anzeige

Zweitens wollen sie Ultraschallmethoden zur Untersuchung der Lunge an die Bedingun­gen der Isolierbehandlung, wie sie bei schwer erkrankten COVID-19-Patienten notwendig sein kann, angepassen. Zum dritten möchten Vehreschild und Wolf die Mitarbeitersicher­heit bei der Isolationsbehandlung ausbauen.

„Mit dem Aufbau einer Biobank, aber auch mit den Verbesserungen im Bereich der Ultra­schallmethoden und den Untersuchungen zur Mitarbeitersicherheit können wir einen wich­tigen Beitrag für die medizinische Bewältigung der Corona-Krise leisten“, sagte Veh­reschild.

Die Spendenbereitschaft für den Goethe-Corona-Fonds hält laut der Universität unver­min­dert an: Unternehmen und Unternehmer, Stiftungen und Privatleute beteiligten sich mit großen und kleinen Beträgen an dem Fonds.

Die Bedeutung privater Spenden betonen auch die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen und die Stiftung Universitätsmedizin Essen. „Als Stiftung können wir schnell und unbürokratisch Gelder zur Verfügung stellen. Gerade in dieser Krise ist das besonders wichtig, denn bei der Erforschung des Coronavirus zählt jeder Tag“, erläuterte Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Universitätsmedizin.

Daher hat die Stiftung gleich zu Beginn der Pandemie die bundesweite Initiative „Spen­den für Corona“ ins Leben gerufen. Neben Unternehmen und anderen Stiftungen seien es vor allem engagierte Privatpersonen, die mit ihren Spenden maßgeblich dazu beitrügen, dass dringende und wichtige Forschungsprojekte gestartet werden könnten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

5. Juni 2020
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Kritik zurückgewiesen, dass die Pflege im neuen Konjunkturprogramm, in dem das Wort Pflege nicht auftaucht, zu kurz kommt. Das Thema sei am
Merkel: Pflege kommt nicht zu kurz
5. Juni 2020
Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die in der Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vorgesehenen Veränderungen am Coronarettungsschirm begrüßt. Die
Rettungsschirm: Krankenhäuser drängen auf Umsetzung der Kompromissregelungen
5. Juni 2020
Berlin – Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden. Die Hotline sei einer von zwei
Corona-Warn-App: Positiv Getestete können sich über Hotline melden
5. Juni 2020
Berlin – Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 507 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Coronakrise 183.271
RKI meldet 507 Neuinfektionen in Deutschland
5. Juni 2020
Berlin – Die Linke im Bundestag hat sich erneut – wie schon wiederholt auch die Grünen – dafür ausgesprochen, den Einsatz der geplanten Corona-Warn-App per Gesetz zu regeln. „Die Einführung einer
Linke rufen erneut nach Gesetz für Corona-Warn-App
5. Juni 2020
Berlin – Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) würde es befürworten, wenn nach den Sommerferien Kitas und Schulen in den Normalbetrieb zurückkehren. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek
Schulbetrieb unter Vorsichtsmaßnahmen
5. Juni 2020
Berlin – Der Hartmannbund (HB) hat angesichts einer vorübergehenden „Fokussierung auf das Thema Corona“ angemahnt, verstärkt auch wieder anderen Baustellen des Gesundheitssystems in den Blick zu
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER