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SARS-CoV-2: Sorge um zu schnelle Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen

Dienstag, 28. April 2020

/dpa

Berlin – Die Ärzteorgainsation Mezis zeigt sich besorgt über beschleunigte Entwicklungs- und Zu­lassungsverfahren bei SARS-CoV-2-Impfstoffen. Die Eile sei zwar nachvollziehbar, dennoch dürfe die Sicherheit von Patienten bei der Arzneimittel­versorgung nicht leiden, sagte Mezis-Vorstandsmitglied Manja Dannenberg.

Die Ankündigung des Paul-Ehrlich-Instituts, dass ein erster Impfstoff die Genehmigung zur klinischen Prüfung erhalten habe, lasse „angesichts des Tempos Zweifel aufkommen an der Sorgfalt und der erforderlichen Neutralität im Prüfungsprozess“, erklärte Mezis.

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„Die Entwicklung, Prüfung und Zulassung von Impfstoffen darf – auch auf europäischer und internationaler Ebene – angesichts einer Pandemie nicht beschleunigt werden“, for­dert Mezis-Vorstandsmitglied Helmut Jäger.

Er betonte, das habe sich in der Vergangenheit mehrfach als Fehler erwiesen. Als Beispiel verwies er auf Impfstoffe, die bei der Schweinegrippe-Pandemie 2009 und bei der Den­gue-Prävention 2017 auf den Philippinen eingesetzt worden seien.

Sorge bereitet Mezis auch die spätere Preisgestaltung. Es sei zu befürchten, dass ein ver­fügbarer Impfstoff nur für reiche Industrienationen mit nahtloser Kühlkette erschwing­lich sein werde, erläuterte Mezis-Vorstandsmitglied Niklas Schurig.

Die Organisation forderte eine enge wissenschaftliche Begleitung bei der späte­ren An­wendung – durch öffentlich finanzierte, herstellerunabhängige Studien – und po­litische Anstrengungen für erschwingliche Marktpreise, um auch ärmeren Ländern die Versor­gung zu ermöglichen. © may/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #772524
Julius Senegal
am Dienstag, 12. Mai 2020, 13:03

@Janine Höffer

Geht es um den kruden Verein?
Ich meine, ein dufte Verein, bei dem ein Vorstandsmitglied (Friedl) allen ernstes meint, Hygiene oder sauberes Wasser hätten die impfpräventablen Krankheiten zurückgedrängt.

Oder Hirte, der mit seinem Desinformationsbuch übel aufstößt. Hier hat ich Dr. Jan Oude-Aost sich mal die Mühe gemacht hat, den Schrott des Impfgegners zu durchleuchten: https://www.eingeimpft.de/impfen-pro-contra-das-handbuch-fuer-die-individuelle-impfentscheidung-von-dr-martin-hirte-eine-analyse/

Oder ein Verein, der gerne mit verschwörungstheoretikern, AIDS-Leugnern und anderen Gruselgestalten kokettiert: https://medwatch.de/2019/09/16/anti-impfpflicht-demo-wird-zum-schaulaufen-von-verschwoerungstheoretikern/

Oder der allen ernstes meint (in einem Manifest von 2010), dass es die STIKO nicht drauf hat. Ist ja auch viel besser, ein Kind mit 9 Jahre zu gegen Masern zu impfen. Irgendwie dummdreist.

Ja, es geht den Agitatoren gar nicht um eine Masernimpfpflicht, Hirte hat sein Märchenbuch ja viel früher geschrieben, dass Manifest ist von 2010 - kurz: Die Denke dieser Impfgegner war vorher da.

Daher ist es eine Stellvertreterdiskussion, sieht man auch bei deren Demos.
Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 4. Mai 2020, 11:31

Danke für die Info...

...an Herrn Cryonix.
Gut dargestellt!
Und die 50 Wörter pro Posting sind zu 90% Beleidigungen.
Avatar #767798
Cryonix
am Montag, 4. Mai 2020, 06:11

Rückfrage zwecklos

Liebe Frau Dr. Höffer,
bemühen Sie sich nicht weiter, mit Herrn Senegal einen diskursiven Austausch zu initiieren.
Er ist zu sehr beschäftigt, dem gesetzten Pensum gerecht zu werden und seinen Auftrag erwartungsgemäß zu erfüllen. Er hat zahlreiche Foren und Kommentarrubriken regelmäßig nach den Keywords „Impfen“ und „Homöopathie“ zu durchforsten um alsdann dort seine Pöbeleien abzusondern. Dabei bedient er sich einem Baukasten – Sie brauchen nur auf seinen Namen zu klicken, um festzustellen, dass der (hier) verwendete Wortschatz (so man dabei davon sprechen kann) nicht einmal 50 Wörter umfasst. Weiter anzunehmen ist, dass er Sie nicht einmal versteht!
V.a. Julius Senegal = MA bezahlter Trollfarm aus dem Ausland
Avatar #670085
Janine Höffer
am Sonntag, 3. Mai 2020, 22:38

Rückfrage zum Kommentar von Julius Senegal

Lieber Herr Kollege Senegal,
herzlichen Dank für Ihren Beitrag.

Ich freue mich, dass die Leserschaft des Ärzteblattes aktuell über die Kommentare miteinander ins Gespräch kommt, weil mir Austausch unter Kollegen sehr wichtig ist.
Ich denke bei der ärztlichen Aufklärung sind Risiken und Nebenwirkungen genauso wichtig wie der Nutzen eines neuen Medikamentes.

Darf ich fragen worüber Sie sich ärgern?
Stimmen Sie persönlich eher für eine Pflichtimpfung? Dann begründen Sie uns doch gerne warum.
Avatar #772524
Julius Senegal
am Samstag, 2. Mai 2020, 23:48

wieder dieser krude Verein

aus Wichtigtuern, Homöopathen und Antroposophen.

Eher Impfgegner mit lächerlichen Positionen.
Die Ärzte für "indiv." Impfentscheidung sind mehr als verzichtbar.
Avatar #759489
MITDENKER
am Freitag, 1. Mai 2020, 08:22

Positionspapier der Ärzte für indiv. Impfentscheidung

Dem kann ich mich nur anschliessen:

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/?view=article&id=223%3Apositionspapier_covid-19&catid=8

Hektik war schon immer ein schlechter Ratgeber. Aber auf der dringenden Suche nach "einem Retter"...
LNS

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