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Politik

Drosten: Untersuchen Viruskonzentration im Rachen von Kindern

Mittwoch, 29. April 2020

/Jürgen Fälchle, stock.adobe.com

Berlin − In Berlin läuft dem Virologen Christian Drosten zufolge eine Untersuchung zur Rolle von Kindern in der Coronapandemie. Im Labor an der Charité sei man dabei, die Vi­ruskonzentration im Rachen von Kindern zu bestimmen, sagte der Wissenschaftler ges­tern im NDR-Podcast.

Über Ergebnisse und die Datengrundlage könne er wahrscheinlich morgen sprechen. Drosten erhofft sich demnach mehr Erkenntnisse darüber, ob Kinder das Virus ebenso abgeben wie Erwachsene. Das sei wichtig für die Debatte über Kita-Öffnungen.

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Bei der Grippe und vielen anderen Erkältungskrankheiten wisse man, dass Kinder sehr hohe Virusmengen im Rachen hätten, erläuterte der Virologe. Ihr unerfahrenes Immun­system habe nichts gegen Erreger auszurichten, so dass sich diese stark vermehren könnten. Im Vergleich zu Erwachsenen könne die Viruskonzentration im Rachen bei Kindern 10.000-mal höher liegen, schilderte Drosten.

Bisher seien viele Fragen zur Rolle von Kindern bei SARS-CoV-2 offen. In vielen Studien dazu seien zu wenige Kinder eingeschlossen, so dass die Ergebnisse nicht statistisch signifikant seien, schilderte Drosten eine grundsätzliche Problematik.

Sollte in Deutschland wieder mehr Kita-Betreuung ermöglicht werden, sprach er sich für klare Handlungsempfehlungen an Eltern aus: Zum Beispiel, dass man sich der möglichen Infektions-Einschleppung bewusst ist und bei Symptomen gleich zu Hause bleiben und sich testen lassen sollte. Zudem sollte man keine älteren Menschen besuchen. © nec/aerzteblatt.de

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Cryonix
am Mittwoch, 29. April 2020, 21:00

@ Kinderärzte – „urgent alert“ in GB: Kawasaki Syndrom i.V. mit COVID

in Großbritannien gehen seit dem Wochenende bereits mehrere „urgent alerts“ – ausgehend vom NHS und der PICS (1) (Paediatric Intensive Care Society) an die Kinderärzte heraus.
„So seien in einigen wenigen Fällen, die aber auch schon in Spanien auftraten, Kinder an einer möglicherweise "neuen Krankheit" gestorben, die mit Covid-19 verbunden sein könnte. Einige, aber nicht alle waren PCR positiv, und wiesen gemeinsame, sich überschneidende Merkmale des toxischen Schocksyndroms und atypischen Bild der Kawasaki-Krankheit auf, wobei die Blutparameter mit schwerem Verlauf einer COVID-19 Erkrankung bei Kindern übereinstimmen. Bauchschmerzen und gastrointestinale Symptome sind ein gemeinsames Merkmal, ebenso wie Entzündungen des Myokards.“ (2)
(Übersetzung meinerseits – es gilt selbstredend das Original)

Die „rapid reaction“ des SMC.UK (3) dazu fällt eher verhalten aus, man benötige mehr Daten dazu.

Der Hinweis sei nur gegeben, um bei ähnlich auftretender Symptomatik DD gegen COVID abzugrenzen

(1) Twittermeldung PICS
https://twitter.com/PICSociety/status/1254508725227982848

(2) https://picsociety.uk/wp-content/uploads/2020/04/PICS-statement-re-novel-KD-C19-presentation-v2-27042020.pdf

(3) https://www.sciencemediacentre.org/expert-reaction-to-an-urgent-alert-has-been-issued-to-doctors-about-a-serious-coronavirus-related-condition-in-children/

(4) BBC Ticker https://www.bbc.com/news/health-52439005

(5) HSJ Healthcare: https://www.hsj.co.uk/acute-care/exclusive-national-alert-as-coronavirus-related-condition-may-be-emerging-in-children/7027496.article
LNS

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