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Ausland

SARS-CoV-2: Mehr als eine Million Infektionen in den USA

Mittwoch, 29. April 2020

/Andrea Izzotti, stock.adobe.com

Washington – In den USA hat es Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Pandemie be­reits mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 gegeben. Das ging gestern aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Demnach starben bereits mehr als 57.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehen­den Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) und der US-Gesundheits­behörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt auch wieder nach unten korrigiert.

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In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr be­kannte Infektionen mit dem Virus als in jedem anderen Staat der Welt. Die dort nachge­wie­senen Fälle machen rund ein Drittel aller bestätigten Infektionen weltweit aus. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Auch mit Blick auf die absolute Zahl der Toten sind die USA am stärksten von der Lun­gen­krankheit COVID-19 betroffen. Setzt man die Zahlen jedoch ins Verhältnis zur Bevöl­kerungszahl, zeigt sich ein anderes Bild.

Pro 100.000 Einwohner starben nach einer Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 rund 63 Menschen in Belgien. In Italien waren es rund 45, in Deutschland rund 7 und in den USA rund 17. Auch diese Zahlen sind allerdings nur begrenzt vergleichbar, weil verschie­dene Länder sich in unterschiedlichen Stadien der Pandemie befinden.

Zahl der Infizierten in Italien steigt

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Italien auf mehr als 200.000 gestiegen. Die Zahl der Toten stieg um 382 auf mehr als 27.000. Für die politischen Ent­scheidungen zu den Ausgangsbeschränkungen ist aber vor allem die Zahl der Patienten auf der Intensivstation und im Krankenhaus wichtig, die weiter sinkt. Auch die Zahl der aktuell positiven Fälle sank weiter.

Briten wollen künftig auch Totenzahlen aus Pflegeheimen veröffentlichen

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 586 Menschen im Krankenhaus am Coronavirus SARS-CoV-2 gestorben. Insgesamt sind damit offiziellen Zahlen zufolge mehr als 21.600 Krankenhauspatienten an den Folgen einer Coronavirusinfektion gestorben. Die Behörden registrierten zudem 3.996 neue Infektionsfälle. Damit stieg die Zahl der Infektionsfälle auf 161.145.

Vorgestern war der geringste Anstieg bei den Todeszahlen seit März gemeldet worden. Die gestern registrierten Zahlen stellen einen erneuten Zuwachs dar. Die Todesfälle vom Wochenende werden allerdings oft erst mit Verzögerung gemeldet.

Kritiker bemängeln, dass die Todesfallzahlen in Großbritannien unvollständig sind. In der offiziellen Statistik werden nur die Toten in Krankenhäusern erfasst, nicht aber die Men­schen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an den Folgen einer Infektion sterben. Ge­sundheitsminister Matt Hancock kündigte an, dass die Zahl der Todesfälle in Pflegehei­men ab heute ebenfalls täglich veröffentlicht werden soll. © dpa/aerzteblatt.de

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