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COVID-19-Krankschrei­bungen bei Barmer um ein Drittel gesunken

Donnerstag, 30. April 2020

/dpa

Berlin – Die Krankschreibungen aufgrund einer COVID-19-Erkrankung sind deutlich rück­läufig. Das berichtet die Barmer auf Basis eigener Versichertendaten. Demnach waren in der 14. Kalenderwoche vom 29. März bis 4. April noch knapp 7.000 Barmer-Versicherte aufgrund von COVID-19 krankgeschrieben. In der 16. Kalenderwoche vom 12. bis 18. April waren es 36 Prozent weniger, also rund 4.400 Menschen.

Der Krankenkasse zufolge gehen auch die Arbeitsunfähigkeitszahlen bei Grippe und bei banalen Infekten wie Schnupfen stark zurück: Aufgrund einer Grippe waren in der 16. Ka­lenderwoche noch rund 1.300 Barmer-Versicherte krankgeschrieben. In der ersten März­woche waren es noch rund 6.200 Fälle gewesen. „Die Grippesaison scheint somit allmäh­lich dem Ende zuzugehen“, folgert die Kasse.

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Die meisten Arbeitsunfähigkeitszahlen meldet die Barmer bei den sonstigen Infekten der oberen und unteren Atemwege, zum Beispiel wegen Bronchitis. Allerdings sinken auch hier die Fallzahlen deutlich. Nachdem es in der 12. und 13. Kalenderwoche vom 15. bis 21. März und 22. bis 28. März einen Gipfel mit jeweils über 110.000 Arbeitsunfähigen mit derartigen Erkrankungen gab, waren es in der 16. Kalenderwoche vom 12. bis 18. April noch rund 26.500 Arbeitnehmer und Selbstständige.

Die DAK-Gesundheit lobt unterdessen den Umgang von Arbeitnehmern mit der Möglich­keit, sich telefonisch krankschreiben zu lassen. Laut einer von der Kasse in Auftrag gege­benen Forsa-Umfrage haben sich seit Anfang März vier von zehn erkrankten Arbeitneh­mern per Telefon krankschreiben lassen.

Bei 43 Prozent von ihnen bestand laut behandelndem Arzt der Verdacht auf eine Infek­tion mit SARS-CoV-2. Die Umfrage zeigt auch: Die große Mehrheit der Befragten hätte eine Arztpraxis aufgesucht, wenn es die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung nicht gegeben hätte.

„Wir halten deshalb eine Beibehaltung der telefonischen Krankschreibung bis Ende Juni für sinnvoll“, sagte Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstands der DAK-Gesundheit. Die Daten zeigten, dass Arbeitnehmer verantwortungsvoll mit der neuen Regelung umgingen und das Ansteckungsrisiko in den Praxen dadurch reduziert werde. © hil/aerzteblatt.de

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