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Asklepios-Kliniken wollen Rekonvaleszenten­plasma einsetzen

Samstag, 2. Mai 2020

/dpa

Hamburg – Die Hamburger Asklepios-Kliniken wollen in ihren Häusern erstmals lebens­be­drohlich erkrankte Patienten mit SARS-CoV-2 mit einer Antikörpertherapie behandeln. Dafür hat das Unternehmen genesene Patienten zur Blutplasmaspende aufgerufen.

Die Immuntherapie mit Antikörpern aus dem Blut wieder gesunder SARS-CoV-2-Patienten könne schon in den kommenden Woche begonnen werden, teilte das Unternehmen am Wochenende in Hamburg mit.

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„Wir erwarten uns von dem neuen Therapieansatz günstige Auswirkungen auf die Krank­heitsverläufe von COVID-19-Patienten mit sehr schwerem Krankheitsverlauf“, sagte Dirk Ar­nold, Chefarzt der Abteilung Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin und Rheuma­tolo­gie der Asklepios Klinik Altona, laut Mitteilung.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde habe dem Antrag von Asklepios auf Herstellung des Rekonvaleszentenplasmas als Arzneimittel sehr kurzfristig stattgegeben.

Menschen mit überstandener COVID-19-Infektion haben spezifische Antikörper gegen das Virus gebildet, die mit einer Maschine aus dem Blut gewonnen werden.

Im Idealfall könnten die Antikörper das neue Coronavirus neutralisieren und den schwer erkrankten Patienten dadurch wertvolle Zeit schenken, um eine eigene Virusabwehr aufzu­bauen, so Arnold. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #555880
ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:54

Immunität nach Transfuison von Covid-Rekonvaleszentenplasma

Die Wirkung der transfundierten Immunglobuline nach Transusion von Rekonvaleszentenplasma dürfte bei einer anzuhmenden biologischen HWZ für IgG von ca. 20 Tagen über mehrer Wochen anhalten. Das ist bei der serologischen Überprüfung auf Immunität nach Rekonvalezenz des Empfängers zu berücksichtigen.
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ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:47

Immunität nach Gabe von Covid-Rekonvaleszentenplasma

Zu beachten ist, daß die Gabe von Rekonvaleszentenplasma die Ausbildung einer eigenen Immunität zwar nicht stoppen, aber reduzieren kann, da verabrreichte Immunglobuline beim Switch von der IgM-Bildung zur IgG-Bildung immunsuppressiv wirken können. Das sollte aber nicht von der Transfusion von Rekonvaleszentenplasma zurückhalten, da die Beherrschung der aktuellen Situation Vorrang hat.
Avatar #555880
ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:43

Anwendung von Covid-Rekonvaleszentenplasma

Es ist darauf zu achten, daß alle verabreichten Plasmen die üblichen für Plasmaspenden vorgeschriebenen serologischen Untersuchungen (HepB, HepC, HIV, Lues etc.) durchlaufen haben, daß nur blutgruppenkompatibel transfundiert wird (Isoagglutinine!) und daß vor Transfusion eine reguläre Kreuzprobe (Minor-Probe!) erfolgt ist.
Avatar #555880
ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:31

Verwendung von Rekonvaleszentenplasma bei Covid-19-Infektionen

Die bevorzugte Gabe von Rekonvaleszentenplasma an Personen mit schwerem Verlauf halte ich für falsch. Vielmehr sollten Personen bevorzugt werden, deren Risiko-Parameter (männlich, hoher D-Dimer-Spiegel, erhöhte Entzündungsparameter , Vorerkrankungen) einen schweren Verlauf befürchten lassen müsssen. Und die Gabe des Rekonvalszentenplasmas sollte so früh wie möglich erfolgen, d.h. um den 7-9. Tag post infektionem bzw. 3. - 5. Tag nach Auftreten erster Symptome. Dann können die transfundierten Antikörper die Vermehrung des Virus - und damit die Entwicklung zu einem schweren Verlauf - noch wirksam bekämpfen. Ist erst ein schwerer Verlauf mit Notwendigkeit der invasiven Beatmung eingetreten, kommen die Antikörper zu spät. Erforderlich ist zudem eine frühzeitige Antikoagulation mit NMH, um die Entwicklung von Mikrothromben oder gar einer DIC zu verhindern, die zusätzlich zur direkten entzündlichen Reaktion in der Lunge die pulmonale Perfusion und damit die O2-Aufnahme behindern sowie zu kardialen Problemen führen (Re-Herz-Insuffizienz, Coronarinsuffizienz).
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