NewsVermischtesAsklepios-Kliniken wollen Rekonvaleszenten­plasma einsetzen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Asklepios-Kliniken wollen Rekonvaleszenten­plasma einsetzen

Samstag, 2. Mai 2020

/dpa

Hamburg – Die Hamburger Asklepios-Kliniken wollen in ihren Häusern erstmals lebens­be­drohlich erkrankte Patienten mit SARS-CoV-2 mit einer Antikörpertherapie behandeln. Dafür hat das Unternehmen genesene Patienten zur Blutplasmaspende aufgerufen.

Die Immuntherapie mit Antikörpern aus dem Blut wieder gesunder SARS-CoV-2-Patienten könne schon in den kommenden Woche begonnen werden, teilte das Unternehmen am Wochenende in Hamburg mit.

Anzeige

„Wir erwarten uns von dem neuen Therapieansatz günstige Auswirkungen auf die Krank­heitsverläufe von COVID-19-Patienten mit sehr schwerem Krankheitsverlauf“, sagte Dirk Ar­nold, Chefarzt der Abteilung Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin und Rheuma­tolo­gie der Asklepios Klinik Altona, laut Mitteilung.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde habe dem Antrag von Asklepios auf Herstellung des Rekonvaleszentenplasmas als Arzneimittel sehr kurzfristig stattgegeben.

Menschen mit überstandener COVID-19-Infektion haben spezifische Antikörper gegen das Virus gebildet, die mit einer Maschine aus dem Blut gewonnen werden.

Im Idealfall könnten die Antikörper das neue Coronavirus neutralisieren und den schwer erkrankten Patienten dadurch wertvolle Zeit schenken, um eine eigene Virusabwehr aufzu­bauen, so Arnold. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #555880
ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:54

Immunität nach Transfuison von Covid-Rekonvaleszentenplasma

Die Wirkung der transfundierten Immunglobuline nach Transusion von Rekonvaleszentenplasma dürfte bei einer anzuhmenden biologischen HWZ für IgG von ca. 20 Tagen über mehrer Wochen anhalten. Das ist bei der serologischen Überprüfung auf Immunität nach Rekonvalezenz des Empfängers zu berücksichtigen.
Avatar #555880
ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:47

Immunität nach Gabe von Covid-Rekonvaleszentenplasma

Zu beachten ist, daß die Gabe von Rekonvaleszentenplasma die Ausbildung einer eigenen Immunität zwar nicht stoppen, aber reduzieren kann, da verabrreichte Immunglobuline beim Switch von der IgM-Bildung zur IgG-Bildung immunsuppressiv wirken können. Das sollte aber nicht von der Transfusion von Rekonvaleszentenplasma zurückhalten, da die Beherrschung der aktuellen Situation Vorrang hat.
Avatar #555880
ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:43

Anwendung von Covid-Rekonvaleszentenplasma

Es ist darauf zu achten, daß alle verabreichten Plasmen die üblichen für Plasmaspenden vorgeschriebenen serologischen Untersuchungen (HepB, HepC, HIV, Lues etc.) durchlaufen haben, daß nur blutgruppenkompatibel transfundiert wird (Isoagglutinine!) und daß vor Transfusion eine reguläre Kreuzprobe (Minor-Probe!) erfolgt ist.
Avatar #555880
ziebur311265
am Sonntag, 3. Mai 2020, 15:31

Verwendung von Rekonvaleszentenplasma bei Covid-19-Infektionen

Die bevorzugte Gabe von Rekonvaleszentenplasma an Personen mit schwerem Verlauf halte ich für falsch. Vielmehr sollten Personen bevorzugt werden, deren Risiko-Parameter (männlich, hoher D-Dimer-Spiegel, erhöhte Entzündungsparameter , Vorerkrankungen) einen schweren Verlauf befürchten lassen müsssen. Und die Gabe des Rekonvalszentenplasmas sollte so früh wie möglich erfolgen, d.h. um den 7-9. Tag post infektionem bzw. 3. - 5. Tag nach Auftreten erster Symptome. Dann können die transfundierten Antikörper die Vermehrung des Virus - und damit die Entwicklung zu einem schweren Verlauf - noch wirksam bekämpfen. Ist erst ein schwerer Verlauf mit Notwendigkeit der invasiven Beatmung eingetreten, kommen die Antikörper zu spät. Erforderlich ist zudem eine frühzeitige Antikoagulation mit NMH, um die Entwicklung von Mikrothromben oder gar einer DIC zu verhindern, die zusätzlich zur direkten entzündlichen Reaktion in der Lunge die pulmonale Perfusion und damit die O2-Aufnahme behindern sowie zu kardialen Problemen führen (Re-Herz-Insuffizienz, Coronarinsuffizienz).
LNS

Nachrichten zum Thema

30. Mai 2020
Alexandria/Köln – Krebskanke sind Risikopatienten für Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und für schwere Verläufe der dadurch verursachten Erkrankung COVID-19. Die American Society
„Wir werden uns noch lange mit dieser Situation auseinandersetzen müssen“
29. Mai 2020
Berlin – Flüchtlinge in Sammelunterkünften sind besonders gefährdet, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren und an COVID-19 zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie unter Leitung des Epidemiologen
Hohes Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen bei Geflüchteten in Sammelunterkünften
29. Mai 2020
Berlin – Nach der Vorlage der Rechtsvorordnung zur Erstattung von weiteren Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2, haben erste Verbände ihre Stellungnahmen abgegeben. So erklärte die Kassenärztliche
Coronakrise: Weiter Kritik an Kostenübernahme für zusätzliche Tests
29. Mai 2020
Berlin – Die gesetzlich vorgesehenen Ausgleichszahlungen für die Krankenhäuser reichen nicht aus, um die Erlösausfälle und Zusatzkosten durch die COVID-19-Pandemie zu kompensieren. Dadurch hat sich
Pandemie bringt viele Krankenhäuser in wirtschaftliche Schieflage
29. Mai 2020
Berlin − Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) rund 560 Infektionen mit SARS-CoV-2 binnen eines Tages gemeldet. Zwar hatte das RKI am frühen Freitagmorgen die
RKI meldet 560 Neuinfektionen in Deutschland
29. Mai 2020
Berlin – Politiker von Grünen und Linken fordern eine gesetzliche Grundlage für die geplante Corona-Warn-App der Bundesregierung. Ein solches Gesetz solle einen Missbrauch der App ausschließen, ihren
Grüne und Linke wollen gesetzliche Grundlage für Corona-Warn-App
29. Mai 2020
Berlin – Die Nachverfolgung der Infektionen mit SARS-CoV-2 ist für die Gesundheitsämter nach eigenen Angaben derzeit beherrschbar. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER