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Weißes Haus blockiert Anhörung von Fauci im US-Repräsentan­tenhaus

Samstag, 2. Mai 2020

US-Regierungberater und Immunologe Anthony Fauci /picture alliance, Xinhua

Washington – Das Weiße Haus blockiert eine geplante Anhörung des prominenten US-Regierungberaters und Immunologen Anthony Fauci zur Coronakrise im US-Repräsen­tan­tenhaus. Der Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, teilte gesten Abend mit, es sei „kontraproduktiv“, Menschen, die an Maßnahmen gegen das Virus arbeiteten, derzeit bei Anhörungen im Kongress auftreten zu lassen.

Diese könnten „zu gegebener Zeit“ angehört werden. Der Sprecher des Haushaltsaus­schus­s­es im Repräsentantenhaus, Evan Hollander, sagte dem Sender NBC, man habe Fau­ci kommende Woche zur Reaktion der Regierung von US-Präsident Donald Trump auf das Virus befragen wollen.

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Das Repräsentantenhaus wird von den Demokraten kontrolliert, die dem Republikaner Trump schwere Versäumnisse in der Coronakrise vorwerfen. Trump hatte die Gefahr durch das Coronavirus zunächst kleingeredet.

Bereits in den Ermittlungen zum Amtsent­hebungsverfahren gegen Trump in der Ukraine-Krise hatte das Weiße Haus Aussagen von Regierungsvertretern blockiert, die das Reprä­sentantenhaus anhören wollte. In dem Ver­fah­ren war Trump im Senat von allen Vorwür­fen freigesprochen worden. Die obere Kon­gresskammer wird von Trumps Republikanern dominiert.

Fauci ist einer der prominentesten Experten der Coronavirusarbeitsgruppe des Weißen Hauses. Der Immunologe hatte US-Bundesstaaten davor gewarnt, vorschnell Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu lockern. In solchen Regionen drohe eine erneute Zunahme von Infektionsfällen, sagte er dem Sender CNN.

Dann gäbe es fast keine Alternative dazu, die Schutzmaßnahmen wieder zu verschärfen. Trump befürwortet eine möglichst schnelle Lockerung, die zahlreiche US-Bundesstaaten inzwischen eingeleitet haben. Er will damit die verheerenden Folgen für die US-Wirt­schaft abmildern. © dpa/aerzteblatt.de

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