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Medizin

SARS-CoV-2: Heinsberg-Studie deutet auf weite Verbreitung des Virus in der deutschen Bevölkerung hin

Montag, 4. Mai 2020

/vrx123, stock.adobe.com

Bonn − In der Gemeinde Gangelt im nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg haben sich nach einer Karnevalsfeier vermutlich 15,5 % der Bevölkerung mit dem neuen Coro­na­virus SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl liegt laut einer (zur Publikation vorbereiteten) Studie der Universität Bonn 5-fach über den gemeldeten Zahlen. 1/5 der Infizierten hat keine Symptome bemerkt. Einer von 300 Infizierten ist nach der Infektion an COVID-19 gestorben. Nach einer allerdings vagen Hochrechnung könnte es in Deutschland bereits 1,8 Millionen Infizierte geben.

Ein Team um Hendrik Streeck von der Universität Bonn hatte die Ergebnisse bereits am 13. April auf einer Pressekonferenz vorgestellt, was damals zu Irritationen geführt hatte. Dem Virologen wurde die voreilige Publikation der nicht abschließend ausgewerteten Zahlen vorgeworfen. Die jetzige Publikation (die allerdings noch nicht in einer Fachzeit­schrift mit Peer-Review-Verfahren veröffentlicht wurde) bestätigt jedoch die vor 3 Wo­chen vorge­stellten Zahlen. Die Zahl der Infizierten könnte sogar noch etwas höher sein.

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In Gangelt war es nach einer Karnevalsveranstaltung („Kappensitzung“) am 15. Februar zu einem starken Anstieg der Erkrankungen gekommen, der trotz eines Shutdowns seit dem 28. Februar über den gesamten März anhielt. Der Höhepunkt wurde um den 13. März er­reicht, als in der Gemeinde mit 12.597 Einwohnern innerhalb von vier Tagen 85 durch Vi­rusgennachweis (Polymerase-Ketten-Reaktion, PCR) bestätigte Fälle auftraten.

Ende März begannen die Bonner Virologen mit einer Feldstudie. In einer repräsentativen Stichprobe wurden bei 919 Einwohnern aus 405 Haushalten Rachenabstriche auf Virus­gene und Blutproben auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 untersucht.

Da der Ausbruch den Höhepunkt bereits überschritten hatte, fiel der PCR-Nachweis rela­tiv selten positiv aus. Nur noch 33 Personen (3,59 %) waren aktiv mit dem Virus infiziert. Weitere 22 Teilnehmer (2,39 %) gaben an, in einer früheren Untersuchung positiv auf die Virusgene getestet worden zu sein.

Die Antikörpertests fielen deutlich häufiger positiv aus: Bei 18,5 % wurden IgA-Antikörper und bei 13,6 % IgG-Antikörper nachgewiesen. Unter Berücksichtigung der Testungenauig­keiten kommen Streeck und Mitarbeiter auf eine Infektionsrate von 15,5 % bei einem 95-%-Konfidenzintervall von 12,3 % bis 19,0 %.

Die Infektionsrate könnte in Wirklichkeit noch höher gewesen sein. Auffällig ist, dass der Anteil der Teilnehmer, die vor der Studie positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, mit 2,39 % niedriger war als die offiziell gemeldeten Zahlen. Danach waren 3,08 % positiv auf Virusgene getestet.

Streeck vermutet, dass Personen mit bekannter Infektion weniger motiviert waren, an der Studie teilzunehmen. Nach einer Berechnung, die diesen Faktor berücksichtigt, könnten sich 19,98 % (15,84 bis 24,40 %) der Einwohner, also jeder 5., infiziert haben.

Bei einer Prävalenz von 15,5 % hätten sich in Gangelt 1.956 (1.551 bis 2.389) Einwohner infiziert, von denen 7 gestorben sind. Dies ergibt eine Infektionssterblichkeit („infection fatality rate“, IFA) von 0,358 % (0,293 bis 0,451 %).

Legt man für eine Hochrechnung etwa die Zahl von fast 6.700 SARS-CoV-2-assoziierten Todesfällen in Deutschland zugrunde, so ergäbe sich eine geschätzte Gesamtzahl von rund 1,8 Millionen Infizierten in Deutschland. Das wären 2,2 % der Gesamtbevölkerung. Diese Dunkelziffer ist um den Faktor 10 größer als die Gesamtzahl der offiziell gemelde­ten Fälle (162.496 am 03. Mai).

Geruchsverlust häufig

Interessant ist ein Blick auf die Symptome der Infizierten: Am häufigsten angegeben wurden Geruchsverlust (Odds Ratio, OR, im Vergleich zu den Nichtinfizierten 19,06) und Geschmacksverlust (OR 17,01) vor den klassischen „Grippesymptomen“ Fieber (OR 4,94), Schweißausbrüche und Schüttelfrost (OR 3,74), Müdigkeit (OR 2,99) und Husten (OR 2,81).

Über Muskel- und Gelenkschmerzen (OR 2,42), Engegefühl in der Brust (OR 2,32), Kopf­schmerzen (OR 2,28), Halsschmerzen (OR 1,92) und verstopfte Nase (OR 1,91) wurde ebenfalls häufiger geklagt als in der Kontrollgruppe.

Insgesamt 22,22 % der Infizierten, also mehr als jeder 5., berichteten überhaupt keine Symptome. Dies bestätigt, dass Infizierte, die das Virus ausscheiden und damit andere an­stecken können, nicht auf der Basis erkennbarer Krankheitserscheinungen identifiziert werden können.

Nach Einschätzung von Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, sind die Ergebnisse der Heinsberg-Stu­die „wertvoll und hilfreich“, auch wenn die Zahl der teilnehmenden Kinder unterrepräsen­tiert und die der über 65-Jährigen überrepräsentiert sei.

Die Ergebnisse spiegelten sehr genau die Ereignisse in der Kleinstadt Gangelt wider, die ein „hotspot“ des Infektionsgeschehens in Deutschland war. Die Übertragbarkeit der Daten sowie Hochrechnungen hinsichtlich der Infektionsrate und der Infektions­sterblichkeit auf ganz Deutschland ist laut Krause jedoch nicht gegeben.

Dazu sei die Studie zu klein und die Situation in Gangelt nicht repräsentativ für Deutschland. Der Brauschweiger Epidemiologe weist darauf hin, dass in Gangelt zum Erhebungszeitraum noch keine Infektionen in Seniorenheime aufgetreten waren, wo die Infektionssterblichkeit deutlich höher sei als im Rest der Bevölkerung. © rme/afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

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Avatar #589166
Sextus Empiricus
am Dienstag, 5. Mai 2020, 19:06

Sehr gute Studie

Avatar #777197
M. Möhner
am Dienstag, 5. Mai 2020, 17:22

Die Validität der Studie wird durch die fehlende Nonresponder-Analyse geschmälert

Die Dunkelziffer der Infektionen mit SARS-CoV-2 ist eine wichtige Größe für die Steuerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die Gangelt-Studie kann dazu wichtige Informationen liefern. Die Response-Rate liegt jedoch nur bei 67,5% und der analysierte Teil der Stichprobe weicht hinsichtlich der Altersverteilung signifikant von der in der Basispopulation ab (vgl. suppl. figure 1). Die Probanden aus der Altersgruppe 65+ machen etwa 11% dieser Altersgruppe in der Gemeinde Gangelt aus, Kinder unter 6 Jahren jedoch weniger als 2% in ihrer Altersgruppe. Auf Basis der gezeigten Altersverteilung kann man vermuten, dass vermehrt jüngere Familien nicht an der Studie teilgenommen haben. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Teilnahmebereitschaft der Probanden mit dem Infektionsstatus korreliert ist. Eine Nonresponder-Analyse ist offensichtlich nicht durchgeführt worden, die Responserate ist nicht einmal in der Diskussion thematisiert worden. Ein datenschutz-konformer Abgleich mit den Meldedaten des Gesundheitsamtes zu COVID-19 hätte hinsichtlich eines infektionsassoziierten Bias Klarheit schaffen können. Somit bleibt festzuhalten, dass bei der Interpretation der Ergebnisse von wesentlich breiteren Konfidenzintervallen für die berechneten Schätzer ausgegangen werden muss als sie im Bericht der Autoren enthalten sind.
Avatar #827882
interessierterlaie
am Dienstag, 5. Mai 2020, 11:22

Studienfrage

"Professor Dr. John Ioannidis ist Professor an der Stanford-University in den USA. Ioannidis zeigt auf, dass die in Medien und Politik vorherrschende Panikmache absurd überzogen ist und selbst bei Menschen, die älter als 80 Jahre alt sind, die Chance, an Corona zu sterben, äußerst gering ist."

Ja klar, weil man sie in Deutschland nicht nur vergleichsweise gut schützt, sondern auch insgesamt die Pandemie in den Griff bekommen hat.

In New York stribt einer von 600 Bewohnern. Wenn man berücksichtigt, dass Ältere deutlich häufiger sterben, wahrscheinlich in dieser Altersgruppe einer von 100. Und New York hat bereits drastisch reagiert. Ich möchte nicht wissen, wie viele ohne die drastischen Maßnahmen gestorben wären.
Da sind die Autounfälle zu vernachlässigen.

Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 5. Mai 2020, 09:59

Infektionsgefahr beim Grölen von Karnevalsliedern?

Eine höhere Infektionsgefahr beim Singen kann die Gangelt/Heinsberg-Studie nicht belegen!

Möglicherweise ist es ein Trugschluss, dass eine höhere SARS-CoV-2-Infektionsrate bei Teilnehmern der Karnevalssitzung in Gangelt, Kreis Heinsberg auf „Lautes Sprechen und Singen" zurückzuführen sein soll.

Denn wer die oft lausig-unhygienischen Bedingungen in Karnevals-Festhallen und -Sitzungssälen kennt, wo Trinkgläser und Essgeschirr nur unzureichend bzw. behelfsmäßig gespült und unkontrolliert an Dritte weitergegeben werden, kann ermessen, dass es eher daran liegen muss, wenn bei den Sitzungsteilnehmern sowohl die Infektionsrate als auch die Zahl der Symptome höher als im Schnitt liegen. Deshalb ist der Befund: „Lautes Sprechen und Singen ist mit einer viel höheren Infektionsweitergabe verbunden“ (Professor Gunther Hartmann, Leiter des Instituts für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie an der Bonner Uniklinik) gar nicht kausal erklärt.

Bei Karnevalssitzungen ist Schunkeln, "Bützchen" geben und Brüder- und Schwesterschaft trinken verbreiterter als zu Hause. Von daher erklären sich auch geringere Infektionsübertragungs-Raten im häuslichen Milieu absteigend von 2-Personen- bis zu Mehr-Personen-Haushalten.

Die Gangelt/Heinsberg-Studie ist als Hot-Spot-Untersuchung wissenschaftlich von großer Bedeutung, sie sollte jedoch keinesfalls verallgemeinert und irrtümlich als repräsentativ ausgewertet werden. Bei den Schlussfolgerungen sollten z. B. Karnevalsgesänge im Schunkelgedränge verbunden mit dem gemeinsamen Trinken von kritischen Alkoholmengen nicht in einen Topf mit Chorgesang und den Aktivitäten des Deutscher Chorverbandes
https://www.deutscher-chorverband.de/
geworfen werden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #104741
urgestein
am Dienstag, 5. Mai 2020, 09:56

Überschrift mit BILD-Zeitung-Niveau

Was ist das für eine reißerische Überschrift:"weite Verbreitung in der deutschen Bevölkerung". Wenn ich richtig rechne, kommt man mit Einberechnung der Dunkelziffer auf etwa 2.25%. Was soll diese unsinnige Überschrift dann im Dt. Ärzteblatt?
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 5. Mai 2020, 09:06

Studienfrage

Es liegen grössere Studien von namhaften Epidemiologen vor, z.B. von Prof. Ioannidis:
"Professor Dr. John Ioannidis ist Professor an der Stanford-University in den USA. Ioannidis zeigt auf, dass die in Medien und Politik vorherrschende Panikmache absurd überzogen ist und selbst bei Menschen, die älter als 80 Jahre alt sind, die Chance, an Corona zu sterben, äußerst gering ist. Für Deutschland bedeutet dies nach Prof. Ioannidis, dass nur einer von 6000 Senioren über 80 Jahren an oder mit dem Coronavirus stirbt.

Prof. Ioannidis und zwei Co-Autoren der Stanford-Universität schreiben:

„Das absolute Risiko, an COVID-19 zu sterben, lag zwischen 1,7 pro Million für Menschen unter 65 Jahren in Deutschland und 79 pro Million in New York City. Das absolute Risiko, an COVID-19 zu sterben, lag für Menschen im Alter von ≥80 Jahren zwischen etwa 1 zu 6.000 in Deutschland und 1 zu 420 in Spanien. Das Sterberisiko für COVID-19 bei Menschen unter 65 Jahren während der Zeit, in der die Epidemie tödlich verlief, entsprach dem Sterberisiko bei einer Fahrleistung zwischen 9 Meilen pro Tag (Deutschland) und 415 Meilen pro Tag (New York City). Nur 0,3%, 0,7% und 1,8% aller COVID-19-Todesfälle in den Niederlanden, Italien und New York City entfielen auf Menschen unter 65 Jahren, die keine prädisponierenden Grunderkrankungen hatten.“
Quelle:
http://blauerbote.com/2020/04/16/prof-ioannidis-corona-sterberisiko-fuer-ueber-80jaehrige-bei-1-zu-6000-in-deutschland/
Avatar #108282
Dresch
am Dienstag, 5. Mai 2020, 07:46

Dr. Walter Dresch, Hausarzt

Es wäre schön, wenn die vom Hersteller behaupteten Werte von
Sensivität und Spezifität genannt würden.
Avatar #751684
mednews for all
am Montag, 4. Mai 2020, 23:44

Viele Schwächen

Keine gute Grundlage für Politische Entscheidungen.
1. Veröffentlichung ohne Peer-Review. Die Veröffentlichung eines Zwischenberichtes.
2. u.a. von Lauterbach wurde die Hochrechnung der Infektionszahlen auf Grundlage der Anzahl der Todesfälle kritisiert. Die Fallzahl von 7 gibt dafür eine unzureichende Grundlage und nur 1 -2 Todesfälle mehr oder weniger würden die Deutung stark verzehren.
3. Die ungewöhnliche Förderung des Landes NRW für die Studie.
4. Die Veröffentlichung und Verbreitung durch eine Marketingagentur welche schon vor kurzem massiv in der Kritik stand, wegen des 'Wundertests auf Krebs'
5. wenig repräsentativ und zu klein, und damit fehleranfällig.
Avatar #748250
Julian_Haegele
am Montag, 4. Mai 2020, 20:59

Sehr viele Studien liegen vor

Es liegen schon einige Studien zu den hier gestellten Fragen vor, nur halt nicht so öffentlichkeitswirksam präsentiert. Man muss sich die Zeit nehmen und sie suchen. Auch über die Überlebenszeit des Virus an Oberflächen wurde publiziert, nur hängt diese Frage von vielen Faktoren ab und ist nicht - wie wahrscheinlich gewünscht - mit einer einfachen Antwort zu erledigen. Die Übertragungswege sind mittlerweile sehr gut beschrieben und lassen sich auch für den Laien in diversen Presseorganen nachlesen.

Der letzte Absatz von "Franz Schuster" illustriert sehr gut ein Grundproblem, nämlich das fehlende Verständnis und die falschen Erwartungen der Politik und vieler Menschen an die Wissenschaft. Es sind eben keine trivialen Fragen und eine wie auch immer geartete Klärung und der dazugehörige Diskurs braucht Zeit. 5 Monate sind bezogen auf ein völlig neues Virus mit dazugehöriger Erkrankung eben ein extrem kurzer Zeitrraum. Ferner steht die Pandemie am Anfgang, deswegen gibt es praktisch auch noch keine wirklich representativen Patientenkollektive, um diese zu erforschen und fundiertere Antworten zu geben. Auch die Gangelt-Studie ist in ihrem Kollektiv eben nicht representativ. Represäntative Quersschnittsstudien werden übrigens in Deutschland gerade an vielen Orten begonnen. Ferner werden sich viele als "Fakten" wahrgenommene Ergebnisse mit der Zeit auch noch ändern. So schwer das für manche zu verstehen ist.

Das einzige, was als sicher effektiv gegen die Virusverbreitung angesehen werden kann und von den seriösen Wissenschaftlern weltweit auch empfohlen wird, Abstand halten, wird nun von guten Teilen der Politik und Bevölkerung unterlaufen. Hier wäre eher der Begriff skndalös angebracht. Genauso wie für den Umgang der Politik und manch anderer Menschen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Avatar #827826
Franz Schuster
am Montag, 4. Mai 2020, 20:03

Fehlende "Studie"

Mir ist die Kritik am Virologen Streeck ein Rätsel. Mich interessiert die Agentur und die Kritik am „unwissenschaftlichen“ Zwischenbericht nicht, mich interessiert wie dieses Virus übertragen wird, denn nur dann können Menschen angstfrei und doch sorgfältig agieren.
Er war und ist nach meinem Wissenstand der erste und einzige, der sich mit diesem Problem „wissenschaftlich“ (eigentlich ist es nichts anderes als Fakten zu sammeln und auszuwerten sowie die „Überlebenszeit“ von Viren zu erforschen) beschäftigt.
Wie wird es übertragen, wie lange lebt es auf welcher Oberfläche unter welchen Bedingungen etc. Alle anderen schwafeln über R-Zahlen, Eigenschaften des Virus, die x-te Welle und, und und, was eigentlich von untergeordnetem Interesse ist.
Den „Normalbürger“ beschäftigt die Frage „besteht Ansteckungsgefahr, wenn ich eine Türschnalle angreife, die in den letzten Minuten keiner bespuckt hat“ etc. Wenn es keine Schmierinfektion gibt, sind zahlreiche Maßnahmen sinnlos, detto Duschverbote und, und und, wenn ja wie lange hält ist das Virus infektiös.
Wo ist die Statistik mit Angaben der Infizierten, wie es nach Ihrer Erinnerung konkret zur Infektion gekommen ist?
Diese vor allem für die Wirtschaft überlebenswichtigen Infos gibt es m.W. nicht. Ich hatte (nach nur oberflächlichem Lesen) gehofft, die Streeck-Studie würde mehr Licht ins (eigentlich skandalöse) Dunkel bringen, Zeit für die Supervirologen zur „Klärung“ dieser trivialen Fragen ist schon genug vergangen..
Mfg
Avatar #648343
M. Hesse
am Montag, 4. Mai 2020, 19:49

RKI/ Charite

Warum sorgt das RKI nicht dafür, daß deutschlandweit solche Studien gemacht werden? Stattdessen hört man nur Kritik an Prof. Streeck!
LNS

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