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Politik

Länder wollen offenbar Kontakt von fünf Personen erlauben

Montag, 4. Mai 2020

/picture alliance, Frank Rumpenhorst

Berlin – In der nächsten Bund-Länder-Beratung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen die Bundesländer offenbar eine Lockerung des Kontaktverbots durchsetzen.

In einer vorbereitenden Telefonkonferenz der Chefs der Staatskanzleien für die Beratung übermorgen habe es geheißen, dass Zusammenkünfte von bis zu fünf Per­so­­nen wieder erlaubt sein könnten – so wie bereits ab heute in Sachsen-Anhalt, berichtet die Bild. Bisher gilt eine Begrenzung auf zwei Personen, die nicht zum selben Haushalt gehören.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der als derzeitiger Vorsitzender der Minis­terpräsidentenkonferenz die Länder koordiniert, sagte gestern Abend in der ARD-Sen­dung „Anne Will“ auf die Frage nach der Ausweitung auf bis zu fünf Personen: „Davon weiß ich nichts.“ Er fügte hinzu: „Geredet wird viel.“

Zum Thema Fußball schrieb das Blatt über die Telefonkonferenz: „Für die im Mai geplan­te Zulassung sogenannter Geisterspiele der Bundesliga (ohne Zuschauer im Stadion) soll eine Regelung gefunden werden, diese Partien auch im öffentlichen TV zu übertragen.“

Hintergrund sei, dass der Abo-Sender Sky die TV-Rechte an den Spielen der laufenden Saison erworben habe und die Länderchefs befürchteten, dass es zu regelrechten Sky-Parties von Fußballfans kommen könne.

Deshalb solle Bayern, das derzeit den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz hat, mit dem Sender bis übermorgen klären, unter welchen Bedingungen die Spiele auch im öffent­lichen Rundfunk gezeigt werden könnten.

Für die Gastronomie solle ebenfalls bis übermorgen ein Plan vorgelegt werden, unter wel­chen Auflagen Restaurants vor Pfingsten wieder öffnen könnten, schrieb die Zeitung. Auch der inländische Tourismus solle vorsichtig angefahren werden, hieß es laut Bild in der Telefonkonferenz. Denkbar sei demnach, zunächst die Vermietung von Ferienwoh­nungen wieder zuzulassen.

Sachsen habe zudem angeregt, vom Robert-Koch-Institut (RKI) ein Konzept zu den Risi­ken einzelner deutscher Regionen erstellen zu lassen, damit gegebenenfalls für sie Reise­beschränkungen verhängt werden könnten, hieß es im Bericht. Bayern habe das aber abgelehnt. © dpa/aerzteblatt.de

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