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Politik

NRW will Besuche in Pflegeheimen wieder möglich machen

Montag, 4. Mai 2020

/bilderstoeckchen, stock.adobe.com

Frankfurt − Nordrhein-Westfalen (NRW) plant, Besuche in Pflegeheimen wieder zu erlau­ben. Das sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Nach Beratungen mit Pflegeforschern, aber auch mit Fachpolitikern aller Fraktionen im Landtag sei er davon überzeugt, „dass man Besuche bei Einhaltung von strikten Sicher­heitsstandards wieder möglich machen kann und muss, wohlwissend, dass wir dabei ein zusätzliches Risiko für Bewohner und Pflegekräfte eingehen“, so Laumann.

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Den Heimen wolle man zwei Wege aufzeigen, erklärte der Minister weiter. Diese könnten Besuchsmöglichkeiten außerhalb ihrer Einrichtung schaffen, zum Beispiel auf der Ter­ras­se, in einem Container, einem Zelt im Garten oder mit einem Besucherzimmer im Ein­gangsbereich.

Darüber hinaus lebten etwa 80 Prozent der Pflegebedürftigen in Einzelzimmern. „Es muss doch möglich sein, dass sie dort ihre Angehörigen empfangen können. Wichtig ist dabei, dass festgehalten wird, wer wann da war“, so der Minister. Er wolle auch, dass die Besu­cher einen Fragebogen ausfüllten, dort etwa versicherte, dass sie kein Fieber hätten und nicht erkältet seien.

Über nötige Veränderungen in der Pflegebranche sagte der NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter, den nun ausgehandelten Pflegebonus gönne er den Beschäftigten, er sei eine wichtige Anerkennung, aber eben nur eine Einmalzahlung. „Wichtiger wäre es, Druck auf die Ar­beitgeber zu machen, die bisher Tarifverträge ablehnen. Die Pflegebranche muss endlich als Ganzes tariffähig werden.“ © kna/aerzteblatt.de

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