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Umfrage: Mehr Schutzkleidung, größeres Kontrollgefühl

Montag, 4. Mai 2020

/MQ-Illustrations, stock.adobe.com

Berlin – Die Akzeptanz der Deutschen für geschlossene Schulen und Geschäfte sinkt. Gleichzeitig wird vermehrt Schutzkleidung getragen und das Kontrollgefühl steigt. Das ergaben die wöchentlichen Umfrageergebnisse des Bundesinstituts für Risikobe­wer­tung (BfR). In den Antworten zeigen sich einige Trends der öffentlichen Meinung im Verlauf des Aprils.

In der „Corona-Monitor“-Umfrage des BfR werden regelmäßig rund 500 Teilnehmer unter anderem nach ihrem empfundenen Erkrankungsrisiko, dem Informationsstand sowie der gefühlten Kontrollierbarkeit des Ansteckungsrisikos und nach persönlichen Auswirkungen der Coronasituation befragt.

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So teilten drei Viertel der Befragten Ende April die Einschätzung, Kita- und Schul­schlie­ßun­gen seien angemessene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie – 17 Prozent­punkte weniger als zum Monatsbeginn. Auch die Unterstützung für die Schließung der Geschäfte sank ab: um 18 Prozentpunkte auf 66 Prozent.

Eine Ausgangssperre wurde von weniger als der Hälfte (47 Prozent) der Teilnehmenden für sinnvoll erachtet, das sind 20 Prozentpunkte weniger als zu Beginn des Monats.

Dage­gen hielten konstant mehr als 90 Prozent der Befragten weiterhin die Schließung von Kultureinrichtungen sowie die Absage von Urlaubsreisen für angemessen. Auch Ver­anstaltungsabsagen, Grenzkontrollen und das Kontaktverbot wurden von der großen Mehrheit (um 80 Prozent) weiter akzeptiert.

Varianten des Selbstschutzes

Das BfR fragte zudem nach dem Schutzverhalten in der eigenen Familie: Im April ver­doppelte sich die Zahl der Befragten, die Schutzkleidung wie Masken tragen von 16 auf 36 Prozent. In einer Maskenpflicht sahen zum Monatsende 83 Prozent der Teilneh­menden einen Sinn.

Während das Händewaschen in vergangenen Wochen von rund 15 Prozent der Probanden als Methode der Wahl angegeben wurde, waren es nun noch zwölf Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil von Desinfektionsmittelnutzern im April von 13 auf 19 Prozent.

Weniger als die Hälfte der Befragten gab über die vergangenen Aprilwochen an, sie wür­de die Öffentlichkeit meiden (44 Prozent zum Monatsende). Die körperliche Distanz zu anderen hielten im Monatsmittel rund elf Prozent als Schutzmaßnahme ein.

Darüber hinaus sagten 20 Prozent der Teilnehmer, sie würden sich an Anordnungen der Regierung halten – ein Plus von fünf Prozentpunkten im April. Dagegen gaben im Verlauf konstant rund 22 Prozent der Befragten an, keinerlei Eigenschutz zu betreiben.

Seit Beginn der BfR-Umfragen fühlten sich die meisten Befragten gut informiert: Mehr als 70 Prozent nahmen ihre Informiertheit als „gut“ oder „sehr gut“ war, fast 20 Prozent schät­z­ten sich als „mittel“ informiert ein.

Dabei verließ sich der Großteil der Teilneh­mer auf die Informationen aus Fernsehen (77 Prozent) und dem Internet (55 Prozent). Jeweils rund ein Drittel nutzte Printmedien (37 Prozent) und Radiosendungen (31 Prozent) zur Information.

Gefühlte Kontrolle

Auch wurde nach der gefühlten Kontrolle der Probanden über das eigene Ansteckungs­ri­siko gefragt: Ein wachsender Anteil der Befragten (zuletzt 36 Prozent) fühlte sich „sehr sicher“, sich selbst vor einer Ansteckung schützen zu können.

Ebenso wuchs der Prozentsatz für die Angabe, „mittel“ sicher zu sein, auf 40 Prozent. Knapp ein Viertel der Befragten meinte, sich nicht selbst ausreichend schützen zu können. © jff/aerzteblatt.de

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