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Ausland

Moskau baut Notkrankenhäuser

Montag, 4. Mai 2020

/picture alliance, Mikhail Tereshchenko, TASS

Moskau – Wegen der dramatisch steigenden Zahl von Coronainfizierten in Russland baut die Hauptstadt Moskau weitere provisorische Krankenhäuser. Eine Notklinik mit 4.000 Betten werde auf dem Ausstellungsgelände WDNCh entstehen, sagte Moskaus Vize-Bür­germeisters Petr Birjukow heute der Staatsagentur Tass zufolge.

„Wir werden die Arbeiten in ungefähr 20 Tagen abschließen“, erklärte er. Rund 2.000 Ar­beiter seien rund um die Uhr im Einsatz. Birjukow zufolge bereitet die Millionenstadt der­zeit an 44 Stellen neue provisorische Kliniken mit insgesamt 10.000 Betten vor.

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Im größten Land der Erde schnellt die Zahl der Infektionen seit Tagen in die Höhe. Heute meldeten die Behörden 10.581 neue Fälle innerhalb eines Tages – dieser Wert liegt knapp unter dem bisherigen Höchststand von gestern. Landesweit gibt es nach offiziellen Angaben mehr als 145.200 nachgewiesene Infektionen. Bisher starben 1.356 Menschen mit dem Virus. Gut 18.800 erholten sich wieder.

Kein anderes Land der Welt verzeichnet derzeit so hohe Zuwächse an Neuinfektionen. In Russland gilt eine Ausgangssperre, aber kein Kontaktverbot. Beschränkungen müssten wohl so lange bestehen bleiben, bis es einen Impfstoff oder eine wirksame Behandlung gebe, sagte Anna Popowa, die oberste russische Amtsärztin, im Staatsfernsehen. „Wir ler­nen, auf eine neue Art und Weise mit dem Virus zu leben.“ Auch in Russland wird erwo­gen, einen Immunitätsausweis einzuführen.

Russlands Ge­sund­heits­mi­nis­ter Michail Muraschko beklagte, dass der Konsum von Alko­hol in der Zeit der Ausgangssperre um zwei bis drei Prozent gestiegen sei. „Alkohol ist überhaupt keine Hilfe bei der Behandlung von Virusinfektionen – und besonders nicht beim Coronavirus.“ Alkohol schwäche das Immunsystem, sagte er im Staatsfernsehen. Menschen mit chronischen Erkrankungen gehe es dadurch dann schlechter.

Die Schüler in Moskau sollen wegen der Epidemie bereits in der kommenden Woche ihre Abschlussnoten für das Schuljahr erhalten und damit etwas früher als sonst. Nach Anga­ben der Stadtverwaltung soll der Fernunterricht nach dem 15. Mai freiwillig sein. © dpa/aerzteblatt.de

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