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Medizin

Cochrane-Review bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit von MMR-Impfstoffen

Mittwoch, 27. Mai 2020

/dpa

Freiburg – Der kombinierte Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) ist wirksam und nicht mit einem erhöhten Risiko für Autismus verbunden. Dies gilt auch für die Kombination des Dreifach-Impfstoffes mit einem Impfstoff gegen Varizellen (Windpocken). Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren eines aktualisierten Cochrane-Reviews (DOI 10.1002/14651858.CD004407.pub4).

„Masern, Mumps, Röteln und Windpocken treten am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen auf und können zu potenziell tödlichen Komplikationen und Behinderungen führen. Masern sind nach wie vor weltweit eine der häufigsten Ursachen für Todesfälle im Kindesalter. Röteln sind auch für schwangere Frauen gefährlich, da sie zu Fehlgeburten oder Schäden am ungeborenen Kind führen können“, berichtet die Cochrane Stiftung Deutschland in Freiburg.

MMR ist ein kombinierter Impfstoff, der vor allen 3 Infektionen schützt. Gegen Varizellen können Ärzte mit einem kombinierten MMR- und Varizellen-Impfstoff (MMRV) impfen oder diesen getrennt zur gleichen Zeit verabreichen (MMR+V).

Die Studienautoren nahmen 138 randomisierte und nicht-randomisierte Studien in den Bericht auf. 51 Studien mit zusammen rund 10 Millionen Kindern bewerteten, wie wirksam die Impfstoffe für die Prävention der Krankheiten waren, 87 Studien mit zusammen rund 13 Millionen Kindern bewerteten die Schäden.

Danach schützt bereits eine Dosis des Impfstoffs 95 % der Geimpften vor einer Masern­erkrankung. Bei Mumps beugt eine Dosis des Impfstoffs bei 72 % der Geimpften einer Erkrankung vor. Auch die Ergebnisse für Röteln und Windpocken zeigen, dass die Impfstoffe wirksam sind. Nach einer Impfdosis war der Impfstoff zu 89 % wirksam, um einer Erkrankung mit Röteln vorzubeugen. Eine Studie ergab, dass der relativ neue MMRV-Impfstoff nach 10 Jahren zu 95 % vor Windpocken schützte.

In Bezug auf Kontroverse um Behauptungen, die die MMR-Impfung und Autismus miteinander in Verbindung bringen, fasst der Bericht Evidenz aus 2 Studien mit 1.194.764 Kindern zusammen.

„Die diagnostizierten Fälle von Autismus waren bei geimpften und nicht geimpften Kindern ähnlich und widerlegen abermals den Verdacht eines Zusammenhangs“, berichtet die Cochrane-Stiftung.

2 weitere Studien mit 1.071.088 Kindern fanden keinen Beweis für einen Zusammen­hang zwischen den MMR-Impfstoffen und Enzephalitis, entzündlichen Darmerkrank­ungen, Morbus Crohn, kognitiver Verzögerung, Typ-1-Diabetes, Asthma, Derma­titis/Ekzem, Heuschnupfen, Leukämie, Multipler Sklerose, Gangstörungen und bakteriellen oder viralen Infektionen. © hil/aerzteblatt.de

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